Welche Wettseiten in Österreich 2026 wirklich bewilligt sind und welche es nicht sind
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Wer in Österreich nach einer Wettseite sucht, landet schnell bei einer Gegenfrage: bewilligt von wem? Die Republik hat keine bundesweite Wettlizenz und keine zentrale Liste der Buchmacher. Jedes der neun Bundesländer vergibt seine eigene Bewilligung, und eine maltesische oder curaçaoische Lizenz ersetzt diese nicht. Diese Seite legt offen, nach welchen Kriterien die Reihenfolge der besten Wettseiten in Österreich 2026 zustande kommt, welche Anbieter eine Landesbewilligung nennen und welche nicht, und was ein Bonus, eine Quote oder ein Einzahlungslimit konkret kostet.
Stand der Daten: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Impressen und Spielbedingungen der genannten Anbieter.
Was eine gute Wettseite in Österreich ausmacht
Eine Wettseite ist mehr als ein Wettschein: Sie ist ein Buchmacher mit Quote, ein Zahlungsdienstleister, eine Identitätsprüfung und ein Spielerschutz-Tool. Wer die „beste“ Seite sucht, vergleicht entlang von vier Achsen, die in dieser Reihenfolge entscheiden, nicht nach Werbeversprechen.

Bewilligung. Die erste Trennlinie verläuft zwischen Anbietern, die eine Landesbewilligung nennen, und solchen, die nur eine ausländische Lizenz wie Malta, Gibraltar oder Anjouan vorweisen. Die österreichischen Bundesländer prüfen den Anbieter, ziehen Konzessionsabgaben ein und führen die Aufsicht über Annahmestellen. Eine Malta-Lizenz ist kein Ersatz, aber auch kein automatisches Verbot: Die Rechtslage ist Sache des jeweiligen Landesgesetzes und wird vor dem Verwaltungsgerichtshof immer wieder neu verhandelt. Wer in Österreich wettet, sollte zuerst prüfen, ob der Anbieter eine Bewilligung des Landes nennt, in dem er seinen Server betreibt.
Quotenniveau. Die Quote entscheidet, was von einem Einsatz übrig bleibt. Sie wird in zwei Zahlen gemessen: der Auszahlungsquote (Anteil der Einsätze, den der Markt zurückgibt) und der Marge (Anteil, den der Buchmacher einbehält). Bei einem ausgeglichenen Zweiermarkt mit zwei Quoten von 1,90 ergibt sich rechnerisch: Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,526, die Marge liegt also bei rund 47 Prozent. Das ist der höchste denkbare Wert, denn bei 1,90/1,90 ist die Buchmacherseite maximal: Echte Wettmärkte bewegen sich je nach Sport und Spiel zwischen drei und acht Prozent Marge. Faustregel: Eine Quote von 2,00 auf beiden Seiten wäre fair, eine Quote von 1,90 auf beiden Seiten kostet den Kunden mehr.
Spielerschutz. Seit dem Glücksspielreformgesetz 2026, das Mitte des laufenden Jahres als Entwurf vorlag, ist ein Sperrregister für Glücksspiele im GSpG vorgesehen. Sportwetten fallen nicht darunter, denn sie sind kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes. Schutzinstrumente wie Einzahlungslimits, Selbstausschluss oder Verlustlimits bleiben Anbieter- und Landessache. tipp3 etwa bietet Selbstausschluss für ein bis drei Jahre, win2day ein wöchentliches Einzahlungslimit, das unter 26 Jahren bei 250 Euro liegt. Wer Wert auf klare Limits legt, liest die Spielerschutzseite vor der ersten Einzahlung.
Zahlungswege. Ein- und Auszahlungen entscheiden, wie schnell ein Gewinn auf dem Konto landet. Kreditkarte, Banküberweisung, E-Wallets wie Skrill oder Neteller, Prepaid und bei manchen Anbietern Krypto: Welche Methoden ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache, nicht die des Bundes. Es gibt keine österreichische Sonderregel, die etwa ein eigenes Konto auf den eigenen Namen vorschreibt; was eine Seite anbietet, steht in ihren Zahlungsbedingungen.
Spielerschutz: was jede Wettseite in Österreich leisten muss
Spielerschutz ist in Österreich Ländersache, und jede seriöse Wettseite in Österreich erfüllt zumindest die Mindeststandards, die ihr Bundesland setzt. Was in jedem Fall gilt: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und wird bei den bewilligten Anbietern auch systemtechnisch erzwungen. Wer jünger ist, wird gar nicht erst zum Wettschein zugelassen.
Einzahlungslimits. Eine gesetzliche Obergrenze für Einzahlungen existiert in Österreich nicht. Jede Wettseite setzt ihre eigenen Limits oder lässt den Kunden selbst wählen. tipp3 etwa erlaubt ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 Euro, das Einsatzlimit ist täglich bis 10.000 Euro einstellbar, das wöchentliche Verlustlimit reicht bis 5.000 Euro. win2day staffelt nach Alter: Bis 26 Jahre liegt das Wochenlimit bei 250 Euro (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren sind bis zu 1.680 Euro pro Kalendermonat möglich, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Erhöhungen bei tipp3 greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort, eingestellt wird im Kundenprofil unter „Limits“.
Spielpausen und Selbstsperre. Die bewilligten Anbieter geben dem Kunden die Möglichkeit, sich zeitweise oder dauerhaft selbst zu sperren. tipp3 bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, das Guthaben bleibt im Konto; bei der Selbstsperre von einem, drei oder fünf Jahren wird das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Varianten sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Wiener Wettengesetzgebung schreibt eine Mindestsperrdauer von zwei Jahren vor, ehe eine Aufhebung überhaupt beantragt werden kann.
Hilfe. Wer die Kontrolle verliert, findet Unterstützung bei der Anlaufstelle playsponsible.at. Die Seite bündelt Material zu Früherkennung, Sperren und Therapie und ist die zentrale Anlaufstelle der Branche. Wer eine fremde Person sperren lassen will, kann dies über das jeweilige Bundesland beantragen, eine bundesweite Fremdsperre für Sportwetten gibt es nicht.
Boni und Gratiswetten: was der Bonus wirklich kostet
Ein „100 % Bonus bis 200 €“ liest sich nach geschenktem Geld, ist es aber nicht. Ein Bonus ist ein Vorschuss, der unter Bedingungen ausgegeben wird, und die Bedingungen entscheiden, was er kostet. Drei Begriffe muss jeder kennen, der einen Bonus annimmt.
Umsatzfaktor. Der Buchmacher verlangt, dass der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) eine bestimmte Anzahl von Malen umgesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein 100-Euro-Bonus mit Faktor 5 verlangt 500 Euro Umsatz. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10 Euro sind das 50 Wetten, bei 5 Euro das Doppelte. Wer den Umsatz nicht innerhalb der Frist erfüllt, verliert Bonus und Gewinne.
Mindestquote. Wetten zählen nur dann zum Umsatz, wenn die Quote einen vom Anbieter festgelegten Mindestwert erreicht. Bei Kombiwetten gilt die Mindestquote je Auswahl, bei Einzelwetten für den gesamten Tipp. Wer mit niedrigen Quoten wetten will, riskiert, dass der Einsatz nicht zum Umsatz zählt. Beispiel: Slotuna schreibt für den Sport-Erstbonus eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl in Kombiwetten vor.
Frist. Jeder Bonus hat eine Laufzeit. Wer nicht innerhalb dieser Frist umsetzt, verliert Anspruch auf Bonus und Gewinne. Slotuna gibt 30 Tage ab der ersten Einzahlung. In dieser Zeit müssen alle Wetten platziert sein, die zum Umsatz beitragen.
Was im Kleingedruckten steht: Pro Wette zählt bei Slotuna höchstens ein Einsatz von 50 Euro zum Umsatz, der Rest verfällt. Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind vom Bonus ausgeschlossen. Wer mit einem E-Wallet einzahlt, das im Bonus nicht anerkannt ist, bekommt den Bonus nicht.
Eine Gratiswette (Free Bet) ist keine Gratis-Gewinn: Der Einsatz wird in der Regel nicht zurückgezahlt. Wer eine 10-Euro-Freebet auf eine Quote von 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 20 Euro ausgezahlt, den Einsatz aber nicht zurück. Bei einer normalen Wette wären es 30 Euro. Der Verlust von 10 Euro Einsatz ist der Preis der Gratiswette, und die Marge des Marktes, auf den gesetzt wird, entscheidet, was statistisch von der Freebet übrig bleibt.
Boni lohnen sich für Kunden, die den Umsatzfaktor, die Frist und die Mindestquote mit ihrem normalen Wettverhalten erreichen. Wer nur eine Handvoll Wetten im Monat platziert, lässt den Bonus am besten liegen.
Sportarten und Turniere: wo das Wettprogramm breit ist und wo es dünn wird
Fußball dominiert das Wettprogramm jeder Wettseite, danach folgen Tennis, Basketball, Eishockey und Handball. Drei Beobachtungen aus der Praxis:
Breite. Die großen internationalen Buchmacher decken Fußball mit Ligen aus 60 bis 80 Ländern ab, Tennis mit Grand Slams und ATP-Turnieren, Eishockey mit NHL und KHL, Basketball mit NBA und EuroLeague. Spezialwetten auf Eckbälle, Karten, Handicapzeitungen gehören zum Standard. Anbieter mit österreichischer Landesbewilligung konzentrieren sich stärker auf den heimischen Markt: tipp3 etwa bietet Wetten auf die österreichische Bundesliga ebenso wie auf die Champions League, das Programm ist aber schmaler als bei einem internationalen Anbieter.
Live-Wetten. Livewetten während des Spiels sind ein eigenes Thema. Nicht jedes Bundesland erlaubt sie in jedem Umfang. Wien lässt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis zu. Oberösterreich erlaubt sie auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschütze. Niederösterreich ist hier nicht abschließend dokumentiert. Wer live wetten will, sollte vorab prüfen, ob sein Anbieter im eigenen Bundesland die gewünschten Märkte anbietet.
Spezialmärkte und Esports. Counter-Strike 2 (CS2) hat sich als eigene Wettdisziplin etabliert, daneben Dota 2, League of Legends und Valorant. Die besten Esport-Wettseiten kommen aus dem internationalen Markt, weil die meisten österreichischen Bewilligungen den Fokus auf klassische Sportarten legen. Welche Esports-Wetten legal sind, ist nicht abschließend dokumentiert: Wer hier wettet, bewegt sich in einer Grauzone. Ähnliches gilt für Kampfsportarten wie MMA oder UFC: Diese sind bei internationalen Anbietern breit abgedeckt, bei bewilligten Anbietern oft nur in Hauptkämpfen.
Wer auf eine Nische setzt, sollte vor der Kontoeröffnung prüfen, ob die gewünschte Liga, die gewünschte Quote und die gewünschte Wettart im Programm sind. Die Anbieter veröffentlichen ihre Sportarten auf der Startseite oder im Wettprogramm.
Ranking: die besten Wettseiten in Österreich 2026
Die folgende Tabelle sortiert zehn Anbieter nach dem, was in Österreich zählt: Bewilligung, dann Quotenniveau, Angebot, Zahlungswege, Limits. Jeder Eintrag nennt die Bewilligungslage, wie der Anbieter sie selbst veröffentlicht, und die ausländische Lizenz, falls vorhanden.
| Anbieter | Bewilligung | Lizenz / Betreiber |
|---|---|---|
| tipp3 | Niederösterreich (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Niederösterreich (NÖ Wettgesetz) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Österreichisches Bundesland (Land nicht veröffentlicht) | Starbet24 GmbH |
| Admiral | Oberösterreich (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Tirol (Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Österreichisches Bundesland (Land nicht veröffentlicht) | Merkur Group (vormals Cashpoint) |
| Slotuna | Keine österreichische Bewilligung | Anjouan ALSI-152406028-FI2 |
| LeoVegas | Keine österreichische Bewilligung | Malta Gaming Authority (LeoVegas Gaming Ltd.) |
| Ybets | Keine österreichische Bewilligung | Anjouan ALSI-202411003-FI1 (Sigg Marketing Ltd., Seychellen) |
| 888sport | Keine österreichische Bewilligung | Gibraltar (Evoke plc) |
Die ersten sechs Anbieter nennen eine Bewilligung eines österreichischen Bundeslands. Die letzten vier führen eine ausländische Lizenz. Diese Trennung ist hart: Eine ausländische Lizenz ersetzt keine österreichische Bewilligung, und kein österreichischer Anbieter führt eine zentrale Liste, auf der ein Spieler prüfen kann, ob ein Anbieter bewilligt ist.
tipp3: der Inlandsanbieter mit Trafiknetz
tipp3 ist die Wettseite der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H., betrieben seit dem Jahr 2000, mit dem ersten Wettschein am 24. August 2001. Die Bewilligung erteilte die Niederösterreichische Landesregierung mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 auf Grundlage des NÖ Wettgesetzes. tipp3 nimmt Wetten über rund 3.300 bis 3.600 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online an.
Das Wettprogramm umfasst die österreichische Bundesliga ebenso wie internationale Topligen, Tennis, Eishockey, Basketball und Spezialwetten. Seit dem 1. April 2025 wird auf jeden Einsatz eine Wettgebühr von 5 Prozent erhoben. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt. Bei 10 Euro Einsatz und Quote 2,00 bleibt nach Abzug ein möglicher Gewinn von 19 Euro statt 20 Euro. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „Ja/Nein“- und „Alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.
Bei tipp3 sind Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden. Eine Kombiwette verbindet 3 bis 10 Tipps. Das Einsatzlimit ist täglich bis 10.000 Euro einstellbar, das wöchentliche Einzahllimit reicht bis 1.950 Euro, das wöchentliche Verlustlimit bis 5.000 Euro. Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort.
Wertung: Für Spieler, die einen österreichischen Anbieter mit Annahmestelle in der Nähe und klar dokumentierten Limits suchen, ist tipp3 die erste Adresse. Wer maximale Quoten oder ein breites Livewetten-Programm sucht, findet bei internationalen Anbietern mehr.
win2day: Sportwetten unter dem Dach der Lotterien
win2day gehört zur Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH, und die Sportwetten-Sparte beruht auf derselben niederösterreichischen Bewilligung wie tipp3 (Bescheid vom 10. Dezember 2020). Das Angebot ist nicht dem Glücksspielgesetz unterworfen, sondern dem NÖ Wettgesetz, und unterliegt daher nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich. Wichtig: Die Casino- und Lotteriespiele von win2day laufen unter einer eigenen bundesrechtlichen Konzession. Die beiden Bereiche sind streng getrennt zu betrachten.
Das Einzahlungslimit ist nach Alter gestaffelt: Bis 26 Jahre maximal 250 Euro pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren bis zu 1.680 Euro pro Kalendermonat. Auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Wertung: Wer ohnehin Lotto und Sportwetten beim selben Anbieter spielen will und die altersabhängigen Limits akzeptiert, findet bei win2day eine bewilligte Struktur. Wer reine Sportwetten mit maximaler Marktbreite sucht, ist bei einem spezialisierten Buchmacher besser aufgehoben.
Starsportwetten: bewilligt, aber Land nicht offengelegt
Starsportwetten nennt in der Beschreibung seiner App einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Das Bundesland und die Bescheidnummer werden allerdings nicht veröffentlicht. Damit ist die Existenz der Bewilligung dokumentiert, ihre Zuordnung bleibt aber unscharf.
Wertung: Wer die App nutzt, akzeptiert die Lücke. Wer Wert auf vollständige Transparenz legt, sollte vor einer Einzahlung beim Anbieter nachfragen, welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat.
Admiral: der Filialriese aus Oberösterreich
Admiral Sportwetten gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen, Teil der ehemaligen Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung stammt von der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Mit seinem dichten Filialnetz ist Admiral in Österreich flächendeckend präsent.
Wertung: Für Spieler, die eine Annahmestelle in der Nähe schätzen und einen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen, ist die Plattform eine passende Wahl. Der Quotenvergleich mit internationalen Anbietern fällt allerdings oft zugunsten der Konkurrenz aus.
Vierklee: Tiroler Buchmacherlizenz und Neukundenbonus
Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; als anwendbare Rechtsvorschrift gilt das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 Euro angekündigt, die konkreten Bedingungen veröffentlicht die Info-Seite allerdings nicht. Wer den Bonus beanspruchen will, muss die Bedingungen im Kleingedruckten suchen.
Wertung: Die Tiroler Lizenz ist sauber dokumentiert, das fehlende Bonus-Kleingedruckte nicht. Wer einen Anbieter mit klarer Bewilligung und transparenten Bedingungen sucht, fragt vor der Einzahlung nach den Bonusregeln.
Merkur Bets: Neuausrichtung unter altem Namen
Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, ehemals Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Seit Juni 2025 tritt die Marke unter dem neuen Namen auf. Die Bewilligung stammt aus einem österreichischen Bundesland, das auf der Webseite allerdings nicht offengelegt wird.
Wertung: Für Spieler, die einen Anbieter mit physischem Vertrieb und klarer Bewilligung suchen, ist Merkur Bets eine Alternative zu tipp3 und Admiral. Die fehlende Offenlegung des Bundeslandes bleibt ein Transparenz-Punkt.
Slotuna: kein österreichisches Impressum, internationaler Bonusrahmen
Slotuna wird über die Anjouan-Lizenz ALSI-152406028-FI2 betrieben. Eine österreichische Landesbewilligung ist auf der Webseite nicht zu finden. Damit ist die Plattform für österreichische Spieler verfügbar, aber unterliegt keiner österreichischen Aufsicht. Der Sport-Erstbonus verlangt eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl in Kombiwetten, der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen zu erfüllen, pro Wette zählen höchstens 50 Euro zum Umsatz. Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind ausgeschlossen.
Wertung: Wer einen ausländischen Anbieter mit klar dokumentierten Bonusregeln sucht, findet bei Slotuna strukturierte Bedingungen. Wer auf österreichischen Spielerschutz und eine Anlaufstelle im Streitfall Wert legt, ist mit einem bewilligten Anbieter besser bedient.
LeoVegas: Malta-Lizenz, kein österreichisches Pendant
LeoVegas gehört zur LeoVegas Gaming Ltd. mit Sitz in Malta, einer Tochter von MGM Resorts International. Die LeoVegas AB hat ihren Sitz in Stockholm und wurde 2011 gegründet. Das Sportsbook läuft über die Kambi-Plattform. Eine österreichische Landesbewilligung wird nicht geführt.
Wertung: Für Spieler, die ein breites Livewetten-Programm und hohe Quoten suchen, ist LeoVegas eine international wettbewerbsfähige Wahl. Der Spielerschutz läuft über die maltesische Aufsicht, nicht über ein österreichisches Pendant.
Ybets: Anjouan-Lizenz mit Sitz auf den Seychellen
Ybets wird laut Nutzungsbedingungen von der Sigg Marketing Limited betrieben, Registernummer 238992, Sitz auf den Seychellen. Die Lizenz nennt Anjouan (ALSI-202411003-FI1). Eine österreichische Bewilligung existiert nicht.
Wertung: Ybets ist ein Anbieter für Spieler, die jenseits der österreichischen Bewilligungsstruktur spielen wollen. Die fehlende österreichische Aufsicht bedeutet: Im Streitfall ist die Anlaufstelle nicht das heimische Recht.
888sport: Gibraltar-Lizenz und kein österreichisches Impressum
888sport gehört zur Evoke plc (früher 888 Holdings), mit Sitz in Gibraltar und Notierung an der London Stock Exchange unter dem Kürzel EVOK. Die Lizenz stammt aus Gibraltar. Eine österreichische Landesbewilligung wird nicht geführt.
Wertung: 888sport ist ein etablierter internationaler Anbieter mit breitem Wettprogramm. Für Spieler, die in Österreich wettens, bedeutet die fehlende heimische Bewilligung: Im Konfliktfall ist Gibraltar, nicht Wien, zuständig.
Wettgebühr und Quote: wie viel vom Gewinn übrig bleibt
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent. Die Gebühr wird auf den Wetteinsatz erhoben (nicht auf den Gewinn), ist aber Sache des Wettunternehmers, nicht des Spielers. tipp3 etwa trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt. Bei 10 Euro Einsatz und Quote 2,00 ergibt sich ein Bruttogewinn von 20 Euro, die Gebühr 1 Euro, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 Euro. Bei verlorenen Wetten entfällt der Abzug.
Welcher Anbieter die Gebühr an den Kunden weitergibt und welcher sie selbst trägt, hängt vom Geschäftsmodell ab. Wer wissen will, wie sein Anbieter mit der Gebühr umgeht, liest die Hilfeseiten oder die Beispielrechnung im Hilfebereich. Bei tipp3 sind Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „Ja/Nein“- und „Alle 7“-Wetten ausdrücklich vom Abzug ausgenommen.
Wie viel die Marge kostet. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher vom Markt einbehält. Bei einem ausgeglichenen Markt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten liegt die Marge rechnerisch bei etwa 5,3 Prozent (1 − 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,053). Wer 100 Euro auf jede Seite setzt, bekommt bei einem Ausgang 190 Euro zurück, also 10 Euro weniger als eingesetzt. Bei Quote 2,00 auf beiden Seiten wäre die Marge null, der Buchmacher würde im Schnitt keinen Gewinn machen. Bei niedrigeren Quoten steigt die Marge: Quote 1,80/1,80 bedeutet bereits rund 11 Prozent Marge. Faustregel: Anbieter mit niedrigeren Quoten behalten mehr von jedem Euro Einsatz.
Rechtslage in Österreich: Ländergesetze statt Bundeslizenz
Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes. Der Verwaltungsgerichtshof hat am 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) entschieden, dass die klassische Sportwette ein Geschicklichkeitsspiel ist und daher nicht unter das GSpG fällt. Folge: Es gibt keine bundesweite Wettlizenz, keine zentrale Aufsicht, keine nationale Liste der Buchmacher und kein nationales Sperrregister für Sportwetten.

Die Bewilligung vergeben die neun Bundesländer nach eigenen Gesetzen. Niederösterreich regelt Sportwetten im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die zuständige Behörde ist die NÖ Landesregierung. Wien hat das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig ist der Magistrat der Stadt Wien. Oberösterreich hat das Oö. Wettgesetz, Tirol das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Jedes Land legt eigene Regeln für Livewetten, Einsatzlimits und Spielerschutz fest.
Livewetten. Die Regeln unterscheiden sich: Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis. Oberösterreich erlaubt sie auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen. Niederösterreich ist hier nicht abschließend dokumentiert. Wer in einem anderen Bundesland wettet, sollte das jeweilige Gesetz prüfen.
Einsatzlimits. Oberösterreich und Niederösterreich setzen 500 Euro pro Wette, Wien 50 Euro pro Wette an Terminals ohne Counter. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder sind keine bundesweiten Limits dokumentiert.
Was darf gewettet werden. Sportereignisse sind erlaubt. Wetten auf Politik oder TV-Shows sind in der Regel nicht zulässig (BMF). Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und können nicht von einem Land bewilligt werden. Bei Esports und virtuellen Sportarten ist die Rechtslage nicht abschließend dokumentiert.
Steuer. Die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025 beträgt seit dem 1. April 2025 5 Prozent des Wetteinsatzes. Die Gebühr schuldet der Wettunternehmer, nicht der Spieler. Sie fällt auch auf Wetten an, die von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Eine bezahlte Gebühr ist kein Beleg für eine österreichische Bewilligung.
Spielerschutz. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Die Bundesländer schreiben eine Selbstausschluss-Möglichkeit vor, die genauen Fristen unterscheiden sich. In Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich. Eine bundesweite Sperrdatei gibt es nicht. Die Glücksspielreform 2026 sieht ein Sperrregister für Glücksspiele vor; Sportwetten sind ausgenommen.
Hilfe. Die Anlaufstelle der Branche ist playsponsible.at. Hier finden Spieler Material zu Früherkennung, Selbstausschluss und Therapieangeboten.
Bewertung der besten Wettseiten in Österreich 2026
Welcher Anbieter zu wem passt, hängt davon ab, was auf dem Spiel steht: eine bewilligte Struktur, ein breites Wettprogramm, hohe Quoten oder ein klarer Spielerschutz. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen Anbieter mit dokumentierter Landesbewilligung wie tipp3, win2day oder Admiral. Wer maximale Marktbreite und hohe Quoten sucht, kommt an internationalen Anbietern wie LeoVegas oder 888sport nicht vorbei, muss aber auf die fehlende heimische Aufsicht verzichten. Wer weder noch braucht, sondern einen Anbieter mit klaren Bonusregeln und moderatem Risiko, findet bei Slotuna strukturierte Bedingungen, aber keine österreichische Anlaufstelle.
Die Reihenfolge der Tabelle ist kein Urteil über die Qualität, sondern eine Spiegelung der Bewilligungslage. Wer die Tabelle umdreht, sieht, dass die sechs bewilligten Anbieter zusammen sechs verschiedene Bundesländer oder unklare Zuordnungen abdecken. Wer auf einem Anbieter mit klarer Bewilligung und klarer Lizenz wettet, findet in Österreich eine kleine, aber dokumentierte Auswahl.
Häufige Fragen zu Wettseiten in Österreich
Welche Wettseiten sind in Österreich von einem Bundesland bewilligt?
In Österreich gibt es keine zentrale Liste. tipp3 nennt eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung (Bescheid vom 10. Dezember 2020), win2day dieselbe Bewilligung für seine Sportwetten, Admiral eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung, Vierklee eine Buchmacherlizenz des Landes Tirol. Bei Starsportwetten und Merkur Bets ist die Existenz einer Bewilligung dokumentiert, das ausstellende Bundesland aber nicht offengelegt. Wer die Bewilligung prüfen will, liest das Impressum des Anbieters oder fragt direkt nach.
Gibt es eine bundesweite Liste bewilligter Wettanbieter?
Nein. Sportwetten sind kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes, daher gibt es keine Bundeslizenz und keine zentrale Aufsicht. Jedes der neun Bundesländer führt seine eigenen Listen auf der eigenen Behördenebene. Wer prüfen will, ob ein Anbieter bewilligt ist, sieht ins Impressum und vergleicht die Angaben mit dem jeweiligen Landesgesetz.
Was bedeutet es, wenn eine Wettseite nur eine Lizenz aus Malta oder Curaçao nennt?
Eine Malta-Lizenz der MGA oder eine Anjouan-Lizenz ist eine ausländische Lizenz, keine österreichische Landesbewilligung. Sie erlaubt dem Anbieter, in vielen Ländern tätig zu sein, ersetzt aber nicht die österreichische Bewilligung. Ob ein Spieler in Österreich bei einem solchen Anbieter wetten darf, hängt vom jeweiligen Landesgesetz ab und ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Im Streitfall ist die ausländische Aufsicht zuständig, nicht das heimische Recht.
Wie setzt sich der Gewinn aus Einsatz und Quote zusammen, und was bleibt nach der Wettgebühr von 5 %?
Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote. Bei 10 Euro Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 Euro. Seit dem 1. April 2025 wird auf den Einsatz eine Wettgebühr von 5 Prozent erhoben. tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt. Im Beispiel bleiben dann 19 Euro statt 20 Euro. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „Ja/Nein“- und „Alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.
Wo lassen sich bei einer Wettseite Einzahlungslimits setzen, und gibt es ein gesetzliches Limit?
Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Die bewilligten Anbieter lassen den Kunden selbst Limits setzen: tipp3 erlaubt ein wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 Euro und ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 Euro, win2day staffelt nach Alter (bis 26 Jahren 250 Euro pro Woche, ab 26 Jahren bis 1.680 Euro pro Monat). Eingestellt wird im Kundenprofil. Bei Erhöhungen gilt bei tipp3 eine Wartefrist von 72 Stunden.
Woran lässt sich erkennen, wie hoch die Marge in den Quoten einer Wettseite ist?
Die Marge ist 1 minus die Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) über alle Ausgänge eines Marktes. Bei einem ausgeglichenen Zweiermarkt mit Quote 1,90 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote rechnerisch bei etwa 94,7 Prozent, die Marge also bei rund 5,3 Prozent. Bei Quote 1,80/1,80 sind es rund 89 Prozent Auszahlungsquote und 11 Prozent Marge. Je niedriger die Quote auf beiden Seiten, desto höher die Marge.
Vergleich – wettengutschein
Inhalt erstellt vom Team «wettengutschein»
