Wettanbieter mit Freiwette in Österreich: wer zahlt, wer nicht

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier und ein Kugelschreiber liegen auf einem hellen Holztisch neben einer Kaffeetasse im warmen Seitenlicht.

Eine Freiwette klingt nach geschenktem Geld. Sie ist keines. Wer den Wettschein mit einem FreeBet-Einsatz spielt, bekommt im Gewinnfall nur den Reingewinn ausgezahlt, der Einsatz selbst verfällt. Wer das übersieht, schenkt dem Buchmacher die Hälfte des versprochenen Werts. Diese Seite sortiert zehn Anbieter danach, was ihre Gratiswette unter den echten Bedingungen wert ist, und sie trennt zwei Gruppen scharf: sechs Marken mit einer Bewilligung eines Bundeslands und vier ohne eine solche. Beide sind in Österreich zu finden, doch die Regeln, an die sie sich halten, sind nicht dieselben.

Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €.

Stand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungsangaben und Bonusbedingungen, die die Anbieter selbst auf ihren Seiten veröffentlichen.

Neukundenangebote: was eine Freiwette in Österreich tatsächlich bedeutet

Ein FreeBet ist ein Wetteinsatz, den der Anbieter stellt, nicht der Kunde. Das verändert die Rechnung gegenüber einer normalen Wette. Bei einer gewöhnlichen Wette mit Einsatz 10 € und Quote 2,00 kommen 20 € zurück, davon 10 € Einsatz und 10 € Gewinn. Bei einer Freiwette über 10 € zur gleichen Quote bekommt der Kunde nur 10 € Gewinn ausgezahlt, der Einsatz von 10 € verschwindet. Der Bruttowert ist 20 €, der tatsächlich ausgezahlte Wert 10 €. Das ist die Grundregel, und sie gilt für praktisch jede Freiwette, die österreichische Anbieter bewerben.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes im Morgennebel.
Bei FreeBet-Wetten ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert; der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes.

In der Werbung klingt das selten so nüchtern. „100 % Bonus“ oder „50 € Gratiswette“ liest sich nach einem Geschenk, das die Kasse des Anbieters verlässt. Tatsächlich finanziert sich die Aktion aus drei Quellen: aus dem Verlust jener FreeBets, die leer ausgehen, aus dem Effekt, dass der Kunde nach der Gratiswette weitere Wetten mit eigenem Geld platziert, und aus der Marge, die der Buchmacher in jede Quote einbaut. Wer den Mechanismus nicht kennt, hält eine Aktion für großzügig, die der Anbieter im Schnitt billiger einkauft, als sie beworben wird.

Was die Bedingungen konkret festlegen

Vier Punkte entscheiden, was eine Freiwette wert ist: die Höhe, die Einzahlung, die Mindestquote und die Frist. Vier weitere schränken ein, wofür sie gilt: Einzelwette, Kombiwette, Livewette, Systemwette. Wer in Österreich auf ein FreeBet stößt, sollte zuerst diese vier Bedingungen lesen, nicht die Werbung.

Die Höhe wird entweder als einzelner Betrag genannt (etwa „eine 10-€-FreeBet“) oder als Paket (etwa „fünf FreeBets zu je 10 €“). Pakete sind nicht großzügiger, sie verteilen den Wert auf mehrere Scheine, und jede FreeBet hat ihre eigenen Regeln. Die Einzahlung legt fest, was der Kunde vorab auf das Konto überweisen muss, damit die Aktion überhaupt startet. Bei manchen Anbietern sind es 10 €, bei anderen 20 €. Die Mindestquote bestimmt, wie riskant die Wette sein darf, die der Kunde mit dem FreeBet spielt; eine Mindestquote von 1,50 lässt sich auf Favoriten platzieren, eine von 2,00 nicht mehr. Die Frist schließlich legt fest, wie lange das FreeBet gilt, bevor es verfällt; bei win2day sind es drei Jahre, bei anderen Anbietern teils nur 30 Tage.

Die Wettart-Beschränkung entscheidet, ob das FreeBet überhaupt zur geplanten Wette passt. Wer Kombiwetten spielen will und das FreeBet nur für Einzelwetten gilt, kann es nicht nutzen. Wer Systemwetten bevorzugt und das FreeBet Einzelwetten vorschreibt, schaut in die Röhre. In der Werbung steht das selten im Vordergrund.

Die Frage des Cash-out

Cash-out ist der vorzeitige Ausstieg aus einer offenen Wette, der vom Anbieter angeboten wird. Bei einer Freiwette ist Cash-out in Österreich regelmäßig ausgeschlossen. win2day schreibt das in seinen FAQ explizit: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der Grund liegt auf der Hand: Cash-out wäre eine zweite Auszahlungsmodalität auf demselben Wettschein, und der Anbieter will den Wert der Freiwette auf den Ausgang am Spieltag begrenzen. Wer plant, eine offene Wette vorzeitig zu schließen, sollte das FreeBet nicht dafür verwenden.

Rechenbeispiel: was eine 10-€-FreeBet auf Quote 1,90 wert ist

Eine Freiwette unterscheidet sich von einer normalen Wette genau in einem Punkt: Der Einsatz wird nicht zurückgezahlt. Wer 10 € eigenes Geld auf Quote 1,90 setzt, bekommt 19 € ausgezahlt, davon 9 € Reingewinn. Wer eine 10-€-FreeBet auf die gleiche Quote setzt, bekommt 9 € ausgezahlt, der Einsatz von 10 € verfällt. Das FreeBet kostet den Anbieter also maximal 9 € pro Schein, nicht 19 €.

Auf einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 105,3 %, das ist mehr als 100 %, was die Quoten auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen lässt. Tatsächlich ergibt sich dieser Wert aus der Formel 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,952, also 95,2 %. Der Auszahlungsschlüssel liegt bei 95,2 %, die Marge des Buchmachers bei 4,8 %. Korrigiert man die Rechnung: Der Wert der FreeBet auf diesem Markt entspricht 10 € × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,952 = etwa 4,52 €.

Das ist der Erwartungswert, kein garantierter Gewinn. Auf einer einzelnen Wetterunde kann die FreeBet leer ausgehen, dann ist der Wert null. Über viele Runden hinweg nähert sich der durchschnittliche Erlös diesem Wert an. Wer eine einzelne 10-€-FreeBet bei Quote 1,90 anspielt, sollte mit einem erwarteten Gegenwert von rund 4,50 € rechnen. Auf einer riskanteren Quote von 3,00 liegt der Erwartungswert höher, nämlich bei etwa 4,21 €, weil dort der Reingewinn 20 € beträgt und der Buchmacher einen größeren Anteil vom Auszahlungsschlüssel abzieht. In der Werbung steht weder das eine noch das andere.

Rechtslage: warum es keine bundesweite Lizenz für Wettanbieter gibt

Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinn des Bundesrechts. Das hat der Verwaltungsgerichtshof 2015 festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Die klassische Sportwette gilt als Geschicklichkeitsspiel, weil das Ergebnis vom sportlichen Geschehen abhängt und nicht von einem Zufallsgenerator. Das hat zwei praktische Folgen: Erstens gibt es keine bundesweite Konzession für Sportwetten, wie sie das Glücksspielgesetz (GSpG) für Lotterien und Casinos vorsieht. Zweitens gibt es kein bundesweites Verzeichnis der Anbieter, keine nationale Sperrdatei und kein nationales Einzahlungslimit für Sportwetten. Wer eine österreichische Konzession sucht, ist bei Lotterien und Casinos richtig, nicht bei Buchmachern.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine regennasse Straße in der Dämmerung.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die Bewilligung, die ein Sportwettenanbieter braucht, kommt vom jeweiligen Bundesland. Jedes der neun Länder hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Behörde. In Niederösterreich ist es das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) mit der NÖ Landesregierung als Bewilligungsbehörde, in Wien das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) mit dem Magistrat, in Oberösterreich das Oö. Wettgesetz. tipp3 nennt auf seinem Impressum eine Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). win2day beruft sich auf eine Bewilligung derselben Landesregierung für seinen Sportwettenbereich, während seine Lotterie- und Casino-Angebote unter die bundesweite GSpG-Konzession fallen. Diese Trennung ist wichtig: Wer bei win2day spielt, spielt Sportwetten unter Landesrecht und Glücksspiele unter Bundesrecht, und die Regeln unterscheiden sich.

Die Online-Sportwette ist nach der Rechtsprechung des VwGH an dem Ort lizenziert, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Der VwGH hat das im April 2026 für Oberösterreich bestätigt (9.4.2026, Ra 2025/02/0037). Damit ist klar, dass ein Anbieter mit Sitz im Ausland und Servern außerhalb Österreichs nicht unter das jeweilige Landeswettgesetz fällt. Die Erläuterungen zum NÖ Wettgesetz, wie sie in einem Landtagsantrag zitiert werden, lassen Anbieter, die Niederösterreich von Servern außerhalb des Landes bedienen, explizit aus dem Geltungsbereich des Gesetzes fallen. Für Spieler heißt das: Es gibt keine österreichische Stelle, die einen ausländischen Anbieter kontrolliert, keine österreichische Beschwerdestelle, und kein österreichisches Selbstsperrsystem, das dort greift.

Wettgebühr: 5 Prozent auf den Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent. Die Grundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Vorher lag der Satz seit Oktober 2005 bei 2 Prozent, jetzt sind es 5 Prozent. Die Gebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Spieler, der Anbieter entscheidet aber, ob er sie selbst trägt oder an den Kunden weitergibt. tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Das Beispiel von tipp3: Einsatz 10 €, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €. Gewinne aus Cash-Out und aus „ja/nein“- oder „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen.

Die Wettgebühr ist keine Lizenzabgabe. Wer eine Wettgebühr bezahlt, hat damit keine österreichische Bewilligung, denn die Gebühr fällt auch auf Wetten an, die von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Die Entrichtung der Gebühr ist also kein Gütesiegel, sondern eine Steuerfrage, die jeden Anbieter gleichermaßen trifft.

Werbung und Boni: keine spezielle Regelung

Es gibt in Österreich kein Werbeverbot oder Werbezeitfenster für Sportwetten, wie es seit 2021 für Glücksspiele nach dem GSpG gilt. Die Landesgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard, Wien etwa in § 18 Abs. 4. Was darunter konkret fällt, ist Auslegungssache. Für Boni selbst gibt es überhaupt keine gesetzliche Regelung: keine Mindestquote, keine Umsatzanforderung, keine maximale Bonushöhe, keine Frist. Alles, was eine Freiwette oder ein Bonus an Bedingungen mitbringt, stammt aus den AGB des Anbieters. Der Vergleich zwischen Anbietern ist deshalb vor allem ein Vergleich ihrer AGB.

Spielerschutz: was eine Freiwette nicht ändert

Eine Freiwette macht die folgenden Wetten nicht sicherer. Wer ein FreeBet nutzt und danach mit eigenem Geld weiterspielt, spielt mit demselben Risiko wie ohne die Aktion. Der Spielerschutz hängt nicht vom Bonus ab, sondern vom Anbieter und von den Werkzeugen, die er dem Kunden gibt. In Österreich ist Spielerschutz im Sportwettenbereich Ländersache, und die Werkzeuge unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.

Altersgrenze und Identitätsprüfung

Sportwetten in Österreich sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Die Altersgrenze steht in den Wettgesetzen der meisten Länder und in den AGB der Anbieter. Die Identitätsprüfung läuft über die Wettkundenkarte oder den Online-Account, mit Ausweis und Adresse. Wer bei der Anmeldung falsche Angaben macht, riskiert die Sperrung des Kontos und die Einbehaltung des Guthabens. Die Prüfung ist bei Anbietern mit österreichischer Bewilligung Standard, bei ausländischen Anbietern uneinheitlich, manche verlangen keinen Ausweis bis zur Auszahlung.

Einzahlungslimits: was die Anbieter selbst setzen

Es gibt in Österreich kein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten. Die Anbieter setzen ihre eigenen Limits. win2day etwa begrenzt die Einzahlung auf 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag) bis zum Alter von 26 Jahren und auf 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich, Gewinne zählen nicht zum Limit. Bei tipp3 sind Bargeldeinzahlungen und Bargeldauszahlungen bei Partnern auf 1.000 € pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Bei ausländischen Anbietern sind die Limits oft höher, weil die nationale Regulierung fehlt.

Ein Limit, das der Anbieter selbst setzt, ist ein freiwilliger Selbstschutz des Anbieters. Es bindet den Kunden, aber es bindet nicht den Anbieter auf Dauer; er kann es anpassen. Wer ein höheres Limit braucht, muss es beim Anbieter beantragen, nicht beim Gesetzgeber.

Selbstsperre und Spielpause

Bei Anbietern mit österreichischer Bewilligung gibt es Selbstsperren und Spielpausen, deren Dauer im Landesgesetz oder in den AGB festgelegt ist. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, das Guthaben bleibt im Konto, und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen, beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. In Wien ist eine Aufhebung der Selbstsperre vor Ablauf von zwei Jahren nicht möglich. Eine nationale Sperrdatei für Sportwetten existiert nicht, anders als für Glücksspiele nach dem GSpG. Der Glücksspielreformgesetz-Entwurf 2026, der eine Sperrdatei und eine Limitdatei vorsieht, gilt dem Stand 14.10.2026 nach noch nicht für Sportwetten.

Bei ausländischen Anbietern funktioniert die Selbstsperre nur über das Konto bei diesem Anbieter, eine österreichische Sperrdatei greift dort nicht. Wer sich bei einem ausländischen Anbieter sperrt, kann bei einem anderen weiterspielen. Eine wirksame Selbstkontrolle verlangt in solchen Fällen die Sperre bei jedem Anbieter einzeln.

Wo Spieler Hilfe finden

Wer in Österreich Probleme mit dem eigenen Spielverhalten entwickelt, findet Beratung und Unterstützung unter anderem bei der Bundesstelle für Spielsucht und bei den österreichischen Caritas-Einrichtungen, die Anonym und kostenlos beraten. Der Anbieter spielsponsible.at, der von der heimischen Glücksspiel- und Wettbranche getragen wird, bietet erste Informationen und Kontakte. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung führt der Weg zur Hilfestelle über die ausländische Seite des Anbieters; ob dort ein Sperrsystem funktioniert, hängt vom Anbieter ab und ist nicht selbstverständlich.

Vergleich: zehn Anbieter auf einen Blick

Die Tabelle ordnet zehn Anbieter danach, ob sie in Österreich eine Bewilligung eines Bundeslands nachweisen und wer hinter dem Angebot steht. Sie sagt nichts über die Qualität der Wettquoten, die Vielfalt des Wettprogramms oder die Geschwindigkeit der Auszahlung, weil dafür für die meisten Anbieter keine vergleichbaren Zahlen vorliegen. Sie zeigt nur, welche rechtliche Grundlage der Anbieter selbst nennt und wie das Angebot firmiert.

Anbieter Bewilligung in Österreich Betreiber / ausgewiesene Lizenz
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung für den Sportwettenbereich Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Merkur Bets Bewilligung eines Bundeslands (Land nicht veröffentlicht) nicht ausgewiesen
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Starsportwetten Bewilligung eines Bundeslands (Land nicht im Angebot genannt) Star Sportwetten GmbH
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) ADMIRAL Sportwetten GmbH
Lunubet ohne österreichische Bewilligung Lizenz aus Curaçao
BetLabel ohne österreichische Bewilligung Lizenz aus Curaçao
Winz.io ohne österreichische Bewilligung Lizenzen Tobique Gaming Commission (0000002) und Anjouan (ALSI-202508056-FI2)
BetAlright ohne österreichische Bewilligung Lizenz nicht feststellbar

Die Tabelle zeigt eine deutliche Zweiteilung. Sechs Anbieter nennen eine Bewilligung, vier nicht. Innerhalb der ersten Gruppe unterscheidet sich, wie vollständig die Bewilligung im Angebot dokumentiert ist: tipp3 und Vierklee nennen Aktenzeichen und Datum, win2day nennt die zuständige Behörde, Starsportwetten nennt das Datum des Bescheids, aber weder Bundesland noch Aktenzeichen, Merkur Bets und Admiral nennen die zuständige Behörde, aber kein Datum. Wer die Bewilligung prüfen will, sollte beim Anbieter selbst nachsehen, weil es keine zentrale Liste gibt, auf die zurückgegriffen werden kann.

Die zweite Gruppe führt ausländische Lizenzen, die in Österreich keine Anerkennung finden. Das macht den Anbieter nicht automatisch illegal, denn die Rechtslage für ausländisch geführte Sportwetten ist in Österreich nicht abschließend geklärt. Es bedeutet aber, dass keine österreichische Behörde das Angebot kontrolliert, dass das österreichische Selbstsperrsystem nicht greift und dass es keine österreichische Beschwerdestelle gibt.

Die Anbieter im Einzelnen

tipp3: volles Programm mit hoher Sicherheit

tipp3 gehört zu den wenigen Anbietern, die ihre Bewilligung lückenlos dokumentieren. Der Betreiber Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. sitzt in Wien, die Bewilligung stammt von der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz. tipp3 bietet stationäre Annahmestellen, das Online-Portal und die App, das Wettprogramm umfasst die gängigen Sportarten, Live-Wetten und ein Quotenniveau, das im österreichischen Markt als solide gilt. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Wettgebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, spürt den Abzug kaum, wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte ihn einkalkulieren. Bargeldeinzahlungen und Bargeldauszahlungen bei tipn-Partnern sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt, und das eingezahlte Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Die Selbstsperre ist mit 1, 2 oder 3 Jahren lang und nicht aufhebbar, die Spielpause mit 1, 3 oder 6 Monaten kürzer, beide gelten nur bei tipp3.

Für wen es passt: Wer in Österreich wettet, ein stationäres Netz schätzt und bereit ist, sich an die Quoten und Limits von tipp3 zu halten, findet hier den am besten dokumentierten Anbieter. Wer mit Kryptowährungen zahlen will, ist hier falsch, tipp3 akzeptiert keine Coins.

win2day: die FreeBet im Doppelpack mit Casino und Lotterie

win2day ist die Marke der Österreichischen Lotterien und führt Sportwetten, Casinospiele und Lotterien unter einem Dach. Der Sportwettenbereich fällt unter eine Bewilligung der NÖ Landesregierung, die Spiele unterliegen dem GSpG. Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert, der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. win2day setzt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26 Jahren, Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich.

Wer auf win2day spielt, sollte beachten, dass die FreeBets nur für Einzelwetten gelten, nicht für System- oder Kombiwetten, und dass der Cash-Out während eines FreeBet ausgeschaltet ist. Wer gern Kombiwetten spielt, kann die FreeBets nicht nutzen. Wer ein langes Zeitfenster schätzt, ist mit den drei Jahren gut bedient. Das Einzahlungslimit von 250 € pro Woche bis 26 und 1.680 € pro Monat ab 26 schränkt Highroller ein.

Merkur Bets: die Cashpoint-Nachfolgerin

Die Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, ist seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets aktiv. Das Unternehmen nennt eine Bewilligung eines Bundeslands, macht auf der eigenen Seite aber weder das Bundesland noch den Bescheid publik. Das Netz an Annahmestellen in Österreich ist über die ehemaligen Cashpoint-Standorte weiterhin präsent, der Online-Auftritt ist neu aufgesetzt. Wer Merkur Bets nutzt, wettet bei einem Anbieter mit österreichischer Bewilligung, sollte aber die Bewilligungsangaben direkt auf der Anbieter-Seite prüfen, weil sie nicht über eine zentrale Liste verifizierbar sind.

Für wen es passt: Wer das stationäre Netz der ehemaligen Cashpoint-Standorte schätzt und einen österreichischen Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht, ist hier richtig. Wer auf eine lückenlose Online-Dokumentation Wert legt, sollte die Bewilligung vor der Anmeldung auf der Merkur-Bets-Seite prüfen.

Vierklee: Tiroler Bewilligung, kleines Bonusangebot

Vierklee betreibt Online-Sportwetten und Wettterminals in Tirol und ist nach eigenen Angaben im Besitz einer Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Aktenzahl IIa.10.065/144-0. Die Bonusangebote sind auf der Startseite mit „bis zu 100 €“ angekündigt, die konkreten Bedingungen nennt die Info-Seite nicht. Wer die Bedingungen lesen will, muss sie in den AGB oder im Kleingedruckten der Aktion suchen, was bei Bonusangeboten ohne klare Angaben auf der Werbeseite immer ein Risiko ist.

Für wen es passt: Wer in Westösterreich stationär wettet und einen Anbieter mit Tiroler Bewilligung schätzt, ist hier richtig. Wer auf ein transparent ausgewiesenes Bonusangebot Wert legt, sollte die Bedingungen vor der Teilnahme prüfen.

Starsportwetten: Bewilligung vorhanden, spärlich dokumentiert

Die App-Beschreibung von Starsportwetten im Google-Play-Eintrag nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Das Bundesland und die Aktenzahl fehlen in der Beschreibung. Starsportwetten ist damit formal ein Anbieter mit österreichischer Bewilligung, der die Dokumentation der Bewilligung aber dem Kunden überlässt.

Für wen es passt: Wer einen Anbieter mit Bewilligung sucht und mit einer spärlichen Online-Dokumentation leben kann. Wer auf vollständige Transparenz Wert legt, sollte die Bewilligung vor der Anmeldung beim Anbieter selbst erfragen.

Admiral: OÖ-Bewilligung, traditionsreicher Markenname

Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe, das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz, das Netz an Annahmestellen in Österreich ist eines der dichtesten. Die Online-Präsenz tritt hinter das stationäre Angebot zurück, aber sie ist vorhanden. Bonusaktionen sind regelmäßig im Programm, die genauen Bedingungen stehen in den jeweiligen Aktions-AGB.

Für wen es passt: Wer in Oberösterreich oder Wien stationär wettet und die Marke Admiral schätzt. Wer ein junges Online-Portal mit allen aktuellen Features sucht, findet bei Admiral eher das stationäre Erlebnis mit Online-Anbindung.

Lunubet: Curaçao-Lizenz, klassischer Online-Buchmacher

Lunubet ist ein Online-Buchmacher mit Lizenz aus Curaçao, ohne österreichische Bewilligung. Der Sport-Willkommensbonus von Lunubet beträgt für Spieler aus Österreich 100 Prozent der ersten Einzahlung bis zu 300 €, die Mindesteinzahlung beträgt 20 €. Lunubet akzeptiert Kryptowährungen und klassische Zahlungsmethoden, das Wettprogramm umfasst die üblichen Sportarten. Der Anbieter ist nicht über das österreichische Selbstsperrsystem erreichbar, und es gibt keine österreichische Stelle, an die sich der Kunde bei Problemen mit dem Produkt wenden kann.

Für wen es passt: Wer einen klassischen Online-Buchmacher mit großzügigem Bonus und Krypto-Zahlung sucht und bereit ist, auf den österreichischen Rechtsschutz zu verzichten. Wer mit hohem Einsatz spielt und ein hohes Einzahlungslimit braucht, ist hier richtig, weil keine österreichische Selbstsperre greift und keine nationale Einzahlungsgrenze existiert.

BetLabel: Curaçao-Lizenz, 100-€-Angebot

BetLabel wirbt auf der deutschsprachigen Startseite mit einem 100-Prozent-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Die Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist stehen auf der Startseite nicht, sie müssen in den AGB gesucht werden. BetLabel hat keine österreichische Bewilligung, die Lizenz stammt aus Curaçao. Wer BetLabel nutzt, spielt außerhalb des österreichischen Rechtsrahmens, mit allen Konsequenzen für Selbstsperre und Beschwerdemöglichkeiten.

Für wen es passt: Wer einen Anbieter mit großer Sportauswahl und Krypto-Zahlung sucht und kein Problem damit hat, dass weder die Bewilligung noch der österreichische Verbraucherschutz greifen. Wer auf klare Bonusbedingungen Wert legt, sollte vor der Anmeldung die AGB lesen.

Winz.io: Krypto-Spezialist mit Bonus ohne Umsatz

Winz.io ist ein Krypto-Casino mit Sportwetten, der Anbieter akzeptiert BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP und SOL. Einzahlungen und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen, klassische Bankmethoden sind nicht im Vordergrund. Winz.io bewirbt Boni ohne Umsatzbedingungen, der Casino-Willkommensbonus liegt bei bis zu 10.000 $ oder 130 mBTC ohne Umsatzanforderung, dazu 20 Prozent tägliches Cashback ohne Limit. Für Sportwetten sind die Aktionen nicht so prominent ausgewiesen, der Anbieter teilt Slots, Live-Casino und Sportwetten ein gemeinsames Wallet. Lizenz aus Tobique Gaming Commission (0000002) und Anjouan (ALSI-202508056-FI2), keine österreichische Bewilligung.

Für wen es passt: Wer mit Kryptowährungen spielt und auf klassische Bankmethoden verzichten kann. Wer keine Lust auf Umsatzbedingungen hat, findet im Casino-Bereich das ungewöhnliche Angebot. Wer im Sportwetten-Bereich klare Aktionen sucht, ist bei anderen Anbietern besser aufgehoben.

BetAlright: Bonuslastig, Lizenz nicht feststellbar

Betalright bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 Prozent bis 250 €, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 25 Prozent bis 250 €, Cashback von 10 Prozent bis 500 €, Accumulator Boost und Early Payout. Die konkreten Bedingungen dieser Aktionen stehen in der Übersicht nicht, sie müssen in den jeweiligen Aktionsseiten gesucht werden. Eine Lizenz des Anbieters ist nicht feststellbar, eine österreichische Bewilligung gibt es nicht. Das Angebot ähnelt dem vieler Curaçao-Buchmacher, mit hoher Bonuslast und wenigen Restriktionen.

Für wen es passt: Wer einen bonuslastigen Anbieter sucht und bereit ist, die Bedingungen selbst zu suchen. Wer auf österreichische Regulierung Wert legt, ist hier falsch.

Rechenbeispiel vertieft: was eine FreeBet über mehrere Wetten wert ist

Eine einzelne 10-€-FreeBet auf Quote 1,90 hat einen erwarteten Gegenwert von rund 4,50 €, wie die Rechnung im Grundlagenabschnitt zeigt. Über mehrere FreeBets hinweg verteilt sich dieser Wert um den Erwartungswert, einzelne Wetten können leer ausgehen, andere können den vollen Gewinn einbringen. Wer ein Paket aus fünf FreeBets zu je 10 € hat, sollte die FreeBets so platzieren, dass die Marge des Marktes klein ist.

Bei einem Auszahlungsschlüssel von 95 Prozent (entspricht einer Marge von 5 Prozent, was bei österreichischen Anbietern mit hoher Liquidität erreichbar ist) liegt der erwartete Gegenwert einer 10-€-FreeBet auf Quote 1,90 bei rund 4,50 €. Bei einem Auszahlungsschlüssel von 90 Prozent (Marge 10 Prozent, eher bei kleinen Märkten oder exotischen Wetten) sinkt der erwartete Gegenwert auf rund 4,26 €. Der Unterschied von etwa 0,24 € pro FreeBet macht bei fünf FreeBets etwa 1,20 € aus, das ist nicht viel, aber es ist der Wert der Quotenauswahl.

Wer den Erwartungswert seiner FreeBets maximieren will, sollte drei Punkte beachten. Erstens: Die Mindestquote des FreeBet ist nicht der Schwellenwert, ab dem die FreeBet sinnvoll wird. Wer das FreeBet auf eine Quote knapp über der Mindestquote setzt, minimiert die Schwankung, aber auch den erwarteten Gewinn. Wer das FreeBet auf eine höhere Quote setzt, erhöht den erwarteten Gewinn, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette leer ausgeht. Zweitens: Die Marge des Marktes bestimmt, wie viel der Buchmacher im Schnitt behält. Fußballspiele der Bundesliga oder Champions League haben in der Regel niedrigere Margen als untere Ligen oder Randsportarten. Drittens: Die Wettart zählt. Einzelwetten haben in der Regel niedrigere Margen als Kombiwetten, weil der Buchmacher bei Kombis das Risiko mehrerer Auswahlen einkalkuliert.

Der Wert einer FreeBet im Vergleich zu einem Einzahlungsbonus

Ein Einzahlungsbonus, etwa 100 Prozent bis 200 €, wird in der Regel als Echtgeld-Guthaben ausgezahlt, das eine Umsatzanforderung erfüllen muss, bevor es ausgezahlt werden kann. Der rechnerische Wert eines Einzahlungsbonus hängt von der Umsatzanforderung und der Mindestquote ab. Ein typischer Wert liegt bei 50 bis 70 Prozent des Bonusbetrags, weil die Umsatzanforderung den Kunden zwingt, einen Teil des Bonus durch die Marge zu verlieren. Eine 10-€-FreeBet auf einem 95-Prozent-Markt ist rund 4,50 € wert, also 45 Prozent des Nominalbetrags. Damit ist eine FreeBet im Erwartungswert vergleichbar mit einem typischen Einzahlungsbonus, aber transparenter, weil die Rechnung mit den genannten Größen direkt funktioniert.

Auszahlung und Verifikation: was nach der FreeBet passiert

Nach der FreeBet-Wette und einem möglichen Gewinn muss der Anbieter die Auszahlung vornehmen. Bei Anbietern mit österreichischer Bewilligung ist die Verifikation der Identität Teil der Anmeldung, die Auszahlung läuft auf das verknüpfte Bankkonto. Bei win2day werden Gewinne dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht gutgeschrieben wurden, Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler. Bei tipp3 wird das verknüpfte Bankkonto für Auszahlungen genutzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann.

Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung hängt die Auszahlungsgeschwindigkeit vom Anbieter und der gewählten Zahlungsmethode ab. Krypto-Auszahlungen sind oft innerhalb von Stunden abgewickelt, Bankauszahlungen können drei bis fünf Werktage dauern. Die Verifikation der Identität findet bei manchen Anbietern erst vor der ersten Auszahlung statt, was die Auszahlung verzögern kann. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte die Verifikationsdokumente vor der ersten Auszahlung bereithalten.

Wettgebühr beim Gewinn

Wer in Österreich wettet, zahlt seit dem 1. April 2025 die Wettgebühr von 5 Prozent. tipp3 zieht sie direkt vom Gewinn ab, das Beispiel mit Einsatz 10 € und Quote 2,00 ergibt 20 € Bruttogewinn, 1 € Gebühr, 19 € Auszahlung. Bei win2day und anderen Anbietern mit österreichischer Bewilligung ist die Praxis ähnlich, weil die Gebühr an den Fiskus abgeführt werden muss. Bei ausländischen Anbietern ist die Gebühr eine österreichische Angelegenheit, die der Anbieter unabhängig von seinem Sitz abführen muss, die Weitergabe an den Kunden ist seine Entscheidung. Wer einen ausländischen Anbieter nutzt, sollte prüfen, ob die Wettgebühr im Bruttogewinn enthalten ist oder nicht.

Häufige Fragen

Welche Wettanbieter bieten in Österreich eine Freiwette an?

In Österreich bewerben Anbieter mit und ohne Bewilligung Freiwetten. win2day nennt ein FreeBet-Paket aus fünf FreeBets zu je 10 € nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Lunubet, BetLabel, Betovo, Slotimo und andere Online-Buchmacher werben mit ähnlichen Aktionen, meist als Teil eines größeren Willkommenspakets. Die Bedingungen unterscheiden sich, Mindestquote, Frist und zugelassene Wettart sind die wichtigsten Punkte.

Wird der Einsatz einer Freiwette bei einem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei einer Freiwette wird der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt, der Kunde erhält nur den Reingewinn. Bei einer 10-€-FreeBet auf Quote 2,00 bekommt der Kunde 10 € ausgezahlt, nicht 20 €. Diese Regel gilt für praktisch jede Freiwette in Österreich und ist die Grundregel der Wertermittlung.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Gesamtquote und FreeBet-Einsatz?

Bei einer Freiwette entspricht der mögliche Gewinn der Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Bei einer 10-€-FreeBet auf Quote 1,90 ist die Rechnung 10 € × 1,90 − 10 € = 9 € Auszahlung im Gewinnfall. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote aus den Einzelquoten multipliziert.

Gilt eine Freiwette auch für Kombiwetten und Systemwetten?

Das hängt vom Anbieter ab. win2day schreibt in seinen Bedingungen, dass die FreeBets nur für Einzelwetten gelten, nicht für System- oder Kombiwetten. Andere Anbieter lassen Kombiwetten zu, oft mit einer höheren Mindestquote. Wer plant, das FreeBet auf einer Kombiwette zu setzen, sollte die AGB des Anbieters prüfen, weil die Anbieter hier am stärksten unterscheiden.

Ist bei einer Freiwette Cash-out möglich?

win2day deaktiviert die Cash-Out-Funktion, wenn die Wette als FreeBet gespielt wird. Andere Anbieter handhaben das ähnlich, Cash-out und FreeBet schließen sich meist aus, weil Cash-out eine zweite Auszahlungsmodalität auf demselben Wettschein eröffnen würde. Wer eine offene Wette vorzeitig schließen will, kann das FreeBet dafür in der Regel nicht verwenden.

Gibt es Freiwetten ohne Einzahlung in Österreich?

win2day nennt eine erste Einzahlung von mindestens 1 € als Bedingung, andere Anbieter verlangen 10 € oder 20 €. Eine FreeBet ohne jede Einzahlung ist in Österreich selten und wenn, dann an sehr strenge Bedingungen geknüpft, etwa eine hohe Mindestquote oder eine kurze Frist. Wer eine FreeBet ohne Einzahlung sucht, sollte die Bedingungen genau lesen, weil die Anbieter mit niedriger Einstiegshürde oft an anderer Stelle kompensieren, etwa durch eine hohe Umsatzanforderung am Gewinn.

Was darf überhaupt gewettet werden?

Die Wettgesetze der Länder ziehen dem Wettprogramm enge Grenzen. Sportereignisse sind überall erlaubt. Wetten auf politische Ereignisse, TV-Shows oder ähnliches sind nach der Auffassung des BMF in der Regel nicht zulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel, nicht Sportwette, und fallen nicht unter die Landesgesetze. Über die Zulässigkeit von E-Sports als Sportwette ist keine gesicherte Rechtsgrundlage bekannt; Anbieter, die E-Sports-Quoten anbieten, begeben sich damit in eine Grauzone.

Live-Wetten sind je nach Land unterschiedlich geregelt. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020), Oberösterreich nur auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen (Fassung 2021). Wie die aktuelle Regelung in Niederösterreich aussieht, ist nicht feststellbar. Wer pauschal sagt, Live-Wetten seien in Österreich verboten oder erlaubt, liegt daneben, weil die Antwort vom Bundesland abhängt.

Auch die Einsatzlimits variieren. In Oberösterreich und Niederösterreich liegt der maximale Einsatz pro Wette bei 500 €, an Terminals ohne Schalter in Wien bei 50 €. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Lage uneinheitlich. Wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte das Limit des jeweiligen Anbieters prüfen, nicht ein pauschales „österreichisches Limit“ annehmen.

Inhalt erstellt vom Team «wettengutschein»