Squash-Wetten im Netz: Was österreichische Wettkunden 2026 wissen müssen

Updated Oktober 2026
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Squashhalle mit weißen Wänden und hellem Holzboden, ein kleiner schwarzer Gummiball liegt neben einem Schläger auf der Linie, weiches Hallenlicht.

Sportwetten auf Squash sind in Österreich möglich, aber weder die Quote noch das Angebot gleichen dem, was Spielerinnen und Spieler vom Fußball gewohnt sind. Die Sportart lebt vom schnellen Ballwechsel, von kurzen Sätzen und einer überschaubaren Liste an Turnieren – und genau diese Überschaubarkeit prägt den Markt: Wenige Wettanbieter listen Squash dauerhaft, die meisten schalten es nur zu den großen PSA- und WSF-Turnieren auf, und Quoten erscheinen oft spät und mit höherer Marge. Wer darauf setzt, sollte wissen, dass jede Quote den Buchmacher-Anteil enthält, dass die Wettgebühr seit dem1. April 2025 jeden Einsatz in Österreich um fünf Prozent schmälert, und dass nicht jeder Anbieter, der in Österreich Spielerinnen und Spieler wirbt, auch eine Bewilligung eines Bundeslandes vorweisen kann.

Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Stand: Oktober 29, 2026 – Lizenzangaben geprüft gegen die Impressen und Wettordnungen der jeweiligen Wettanbieter.

Spielerschutz und Selbstsperre: Was bei Squash-Wetten zählt

Squash ist schnell. Wer Geld auf den nächsten Ballwechsel setzt, sollte sich vorher Grenzen setzen, die nichts mit dem Court zu tun haben. Die österreichische Rechtslage kennt keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten und kein gesetzliches Einzahllimit – anders als für Glücksspiele nach dem GSpG. Was es gibt, sind betreibereigene Werkzeuge, die je nach Anbieter und Bundesland verschieden ausfallen.

Ein Smartphone liegt mit dem Display nach unten auf einem Tisch neben einer Armbanduhr, im Hintergrund eine ruhige Wohnzimmerecke am Abend.
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren.

Wer bei tipp3 wettet, kann sich für eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten entscheiden – das Guthaben bleibt auf dem Wettkonto und wird nach Ablauf wieder freigeschaltet. Wer sich für eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren entscheidet, bekommt das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar, weder per E-Mail noch telefonisch – wer hier klickt, sollte es sich vorher überlegen.

Bei win2day Sportwetten sieht der Schutz jüngerer Wettkunden anders aus: Bis zum Alter von 26 Jahren gilt ein Einzahlungslimit von 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag). Ab 26 Jahren steigt die Grenze auf 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag lässt sie sich individuell erhöhen. Gewinne zählen nicht zum Limit – wer einen Treffer landet, kann den Gewinn ohne Anrechnung auf die Wochen- oder Monatsgrenze behalten.

Tipp3 erlaubt daneben wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Eine Limit-Erhöhung wirkt erst nach 72 Stunden, eine Herabsetzung sofort. Beide Einstellungen finden sich im Kundenprofil unter „Limits“. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und wird laut Anbieter systemtechnisch erzwungen.

Ein wichtiger Punkt für alle, die bei mehreren Anbietern spielen: Es gibt in Österreich keine gemeinsame Sperrdatei für Sportwetten. Eine Selbstsperre bei tipp3 sperrt nicht bei Admiral, eine Pause bei win2day wirkt nicht bei Merkur Bets. Wer sich wirklich Ruhe verschaffen will, muss jeden Anbieter einzeln sperren – oder sich direkt an die anonyme Online-Beratung unter playsponsible.at wenden.

Anbieter im Vergleich: Wer Squash-Wetten in Österreich anbietet

Die folgende Übersicht zeigt, welche Wettanbieter in Österreich Squash-Märkte listen und wie ihr Bewilligungsstatus aussieht. Die Liste folgt der Reihenfolge der Landes­bewilligungen – zuerst Anbieter mit nachweisbarer Bewilligung eines Bundeslandes, dann jene ohne.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Stichworten liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch, Tageslicht fällt von der Seite.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).
Anbieter Bewilligung in Österreich Betreiber / gemeldete Lizenz
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen
Starsportwetten Bewilligung eines Bundeslandes (Land und Bescheidnummer im Angebot nicht genannt) Starbet24 GmbH
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Merkur Bets Bewilligung eines Bundeslandes (Land und Bescheidnummer im Angebot nicht genannt) nicht im Angebot genannt
Wildsino ohne österreichische Bewilligung Lizenzangabe im Angebot nicht etabliert
Dragonia ohne österreichische Bewilligung Lizenzangabe Anjouan (kein österreichisches Dokument)
Hahaspin ohne österreichische Bewilligung Lizenzangabe Anjouan (Nr. ALSI-202509029-FI1, Win Top Ltd)
Betway ohne österreichische Bewilligung Lizenzangabe Malta Gaming Authority (kein österreichisches Dokument)

Die Tabelle trennt klar: Wo eine Bewilligung eines Bundeslandes vorliegt, fällt der Anbieter unter die jeweilige Landesgesetzgebung – mit allen Konsequenzen für Spielerschutz, Einsatzgrenzen und Streitfälle. Wo keine österreichische Bewilligung vorliegt, gilt: Die Malta-Lizenz von Betway oder die Anjouan-Lizenz von Hahaspin ist kein österreichisches Dokument, und kein österreichischer Anbieter ist verpflichtet, diese Lizenzen zu akzeptieren oder Streitfälle an eine österreichische Stelle zu verweisen.

Grundlagen: Wie eine Wette auf Squash abläuft

Squash ist eine Rückschlagsportart, die in einer geschlossenen Halle zwischen zwei Spielerinnen oder Spielern ausgetragen wird. Ein Spiel geht über drei oder fünf Sätze, je nach Turnier. Wer auf Squash wettet, tippt in der Regel auf den Sieger eines Matches, auf den Satzstand nach einer bestimmten Anzahl Sätze oder – bei größeren Turnieren – auf Handicap-Wetten und Over/Under-Märkte.

Der typische Ablauf: Wettkundin oder Wettkunde wählt ein Match aus, entscheidet sich für einen Markt (zum Beispiel „Sieger des ersten Satzes“), gibt den Einsatz ein, kontrolliert die angezeigte Quote und bestätigt den Wettschein. Stimmt das Ergebnis, wird der Bruttogewinn nach Spielende ausgezahlt – bei tipp3 nach Abzug der Wettgebühr von fünf Prozent des Gewinns, bei anderen Anbietern nach deren jeweiligen Auszahlungsregeln.

Einzelwetten sind bei tipp3 erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt. Niedrigere Quoten können nur in Kombiwetten oder Systemwetten gespielt werden. Eine Kombiwette verbindet dort3 bis 10 Tipps, der Gesamtzinsatz multipliziert sich aus den Einzelquoten.

Was die meisten unterschätzen: Die Quote ist kein „Preis für die Wahrheit“. Sie enthält den Buchmacher-Anteil – die sogenannte Marge. Eine faire Wette zu Quote 2,00 auf jeder Seite würde bei zwei möglichen Ergebnissen eine Auszahlungsquote von 100 Prozent ergeben. In der Praxis liegt sie deutlich darunter. Wie groß der Abstand ausfällt, hängt vom Anbieter und vom Markt ab.

Wie die Quote entsteht

Jede Quote setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der Wahrscheinlichkeitsschätzung des Anbieters für ein Ereignis und der Marge, die der Anbieter auf das Marktvolumen aufschlägt. Aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes lässt sich zurückrechnen, wie viel Prozent der Einsätze theoretisch zurückfließen – die Auszahlungsquote. Was fehlt, ist die Marge.

Ein Beispiel: Auf einen Markt mit zwei möglichen Ergebnissen – etwa „Spieler A gewinnt“ gegen „Spieler B gewinnt“ – gibt der Anbieter für jede Seite die Quote 1,90 an. 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) ergibt eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent. Die restlichen fünf Prozent sind die Marge – das, was der Anbieter im Durchschnitt pro100 € Einsatz auf diesem Markt behält. Bei Märkten mit drei Ausgängen (Sieger, Verlierer, Satzgleichstand) liegt die Marge typischerweise höher, bei exotischen Märkten nochmals darüber.

Diese Spanne gilt als Richtwert für klassische 1-X-2-Märkte mit zwei Ausgängen. Bei Squash, wo Livewetten und Handicap-Märkte häufiger vorkommen, kann die Marge deutlich darüber liegen – besonders wenn nur ein Anbieter das Match überhaupt anbietet.

Livewetten und ihre Tücken

Squash ist eine Sportart, die sich für Livewetten anbietet – schnelle Ballwechsel, kurze Sätze, klare Führungswechsel. Die meisten Anbieter mit Squash im Programm bieten daher zumindest den nächsten Satzgewinn als Livewette an. Bei tipp3 sind Livewetten auf Squash in der Regel verfügbar, solange das Match läuft. Was sich live selten findet: Märkte auf den nächsten Ballwechsel oder auf den genauen Endstand, weil der Markt dafür zu klein ist.

Wichtig für österreichische Wettkunden: Livewetten sind nicht überall gleich erlaubt. Das Wiener Wettengesetz erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis. Das oberösterreichische Wettgesetz beschränkt sie auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse sowie auf die Frage, wer den nächsten Punkt erzielt. In Niederösterreich ist die aktuelle Regelung nicht abschließend dokumentiert. Wer in Wien oder Oberösterreich wettet, sollte vor dem Klick prüfen, ob der angebotene Markt im jeweiligen Bundesland überhaupt erlaubt ist – sonst kann eine Wette nachträglich für ungültig erklärt werden.

Rechtliche Lage: Warum es keine österreichische Sportwetten-Lizenz gibt

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes. Das hat der Verwaltungsgerichtshof schon 2015 festgestellt: Der klassische Sportwettkampf sei ein Geschicklichkeitswettstreit, kein Glücksspiel (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Damit fallen Sportwetten aus dem Bundesrecht heraus – es gibt keine nationale Konzession, keine nationalen Limits und keine nationale Sperrdatei.

Die Zuständigkeit liegt bei den neun Bundesländern. Jedes Bundesland hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde:

Die Bewilligung ist an den Ort gebunden, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037). Ein Anbieter mit Server in Malta fällt nicht automatisch unter ein österreichisches Wettgesetz – und genau diese Lücke nutzen internationale Marken wie Betway oder Dragonia. Sie haben in Österreich keine Bewilligung, sind aber auch nicht eindeutig verboten, weil das Bundesgesetz sie nicht erfasst und die Landesgesetze am Serverstandort anknüpfen.

Für Wettkunden bedeutet das: Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung spielt, hat im Streitfall keine österreichische Anlaufstelle. Die maltesische oder anjouanische Lizenz hilft bei einer Beschwerde wenig, und ein österreichisches Gericht ist für Streitigkeiten mit einem ausländischen Anbieter nur eingeschränkt zuständig.

Einsatzlimits und Wettgebühr

In Oberösterreich und Niederösterreich liegt der Einsatz pro Wette bei maximal 500 €. In Wien gilt am Wettterminal ohne Counter maximal 50 € pro Wette. Diese Limits sind gesetzliche Obergrenzen – Anbieter mit österreichischer Bewilligung dürfen sie nicht überschreiten, dürfen aber freiwillig darunter bleiben.

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von fünf Prozent (BGBl. I Nr. 7/2025, § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG). Die Gebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Wettkunden – doch die meisten Anbieter geben sie an die Kunden weiter. Tipp3 zieht fünf Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewonnen wird; bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Bei einem 10-€-Einsatz zu Quote 2,00 bleibt so ein Bruttogewinn von 20 €, abzüglich 1 € Gebühr, also 19 €.

Vor dem 1. April 2025 lag die Wettgebühr bei zwei Prozent – der Anstieg auf fünf Prozent bedeutet für die Wettkunden einen realen Renditekratzer von drei Prozentpunkten pro gewonnener Wette.

Werbeerstattung für verlorene Wetten

Eine Frage, die viele Wettkunden stellen: Kann ich meine Verluste zurückfordern, wenn der Anbieter keine österreichische Bewilligung hat? Für Casino und Poker gibt es Gerichtsurteile, die unverlierbaren Spielern die Verluste zurückgegeben haben – der Anbieter hatte keine österreichische Konzession, der Vertrag war nichtig. Für Sportwetten gibt es keine vergleichbare Rechtsprechung. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet und verliert, kann die Verluste nicht ohne Weiteres einklagen – die Rechtslage ist hier offen und nicht abschließend geklärt.

Anbieter im Detail

tipp3

Tipp3 ist die wohl bekannteste österreichische Sportwettenmarke. Betrieben wird sie von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, gegründet im April 2000. Der erste Wettschein wurde am 24. August 2001 verkauft. Heute gibt es rund 3.600 Annahmestellen österreichweit, dazu die Trafik-App und tipp3.

Die Bewilligung kommt von der Niederösterreichischen Landesregierung (Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020). Rechtsgrundlage ist das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). Damit fällt tipp3 klar unter ein österreichisches Wettgesetz – was Spielerschutzlimits, Einsatzgrenzen und den Vorrang österreichischer Gerichte angeht.

Das Sportprogramm umfasst Fußball, Tennis, Eishockey, Handball und etwa 25 weitere Sportarten. Squash ist saisonal verfügbar, vor allem zu PSA- und WSF-Turnieren. Märkte umfassen Matchsieger, Satzsiege und gelegentlich Handicaps. Livewetten sind auf laufende Matches beschränkt; pro Match werden meist drei bis fünf Märkte angeboten.

Die Wettgebühr von fünf Prozent wird bei tipp3 direkt vom Gewinn abgezogen – bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr. Einzelwetten sind erst ab Quote 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten gibt es nur in Kombi- oder Systemwetten (3 bis 10 Tipps pro Kombiwette).

Beim Spielerschutz bietet tipp3 Spielpausen von 1, 3 oder 6 Monaten, Selbstsperren von 1, 2 oder 3 Jahren, wöchentliche Einzahllimits bis 1.950 €, tägliche Einsatzlimits bis 10.000 € und wöchentliche Verlustlimits bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden, Limit-Senkungen sofort.

Verdikt: Tipp3 ist für österreichische Wettkunden die unkomplizierteste Adresse, weil Bewilligung, Spielerschutz und Wettsteuer im eigenen Land geregelt sind. Wer Squash saisonal spielen will und auf Bewährtes setzt, findet hier den solidesten Rahmen.

win2day

Win2day Sportwetten laufen unter der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH – jener Gesellschaft, die auch die österreichischen Lotterien und das Online-Casino betreibt. Wichtig zu wissen: Die Sportwetten unterwin2faught fallen unter das NÖ Wettgesetz und nicht unter das Glücksspielgesetz. Die Bewilligung ist dieselbe wie bei tipp3 (Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020), ausgestellt von der NÖ Landesregierung.

Das Sportwettenangebot ist breit, Squash aber nicht durchgängig verfügbar – ähnlich wie bei tipp3 werden vor allem größere Turniere gespielt. Win2day bietet daneben auch Lotterien, das Online-Casino und Keno an; für Sportwetten gilt eine eigene Wettordnung.

Beim Einzahllimit unterscheidet win2day nach Alter: Bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag lässt sich das Limit erhöhen. Gewinne zählen nicht zur Grenze – wer einen Treffer landet, kann den Gewinn behalten und gleichzeitig weiter einzahlen.

Verdikt: Win2day ist die richtige Adresse für alle, die Sportwetten und Lotterien bei einem Anbieter bündeln wollen. Für reine Squash-Wetten ist das Angebot ähnlich schmal wie bei tipp3, aber die Altersstaffelung beim Einzahllimit ist für junge Wettkunden ein klarer Vorteil.

Admiral

Admiral gehört seit Jahrzehnten zum österreichischen Wettgeschehen. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen war Teil der Novomatic-Gruppe; gegründet wurde sie von Walter Grubmüller und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung kommt von der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.

Admiral betreibt eine dichte Kette an Wettannahmestellen in ganz Österreich und eine eigene App. Das Sportprogramm deckt die großen Sportarten ab, Squash wird zu den großen Turnieren gespielt. Märkte ähneln tipp3 und win2day.

Verdikt: Admiral ist vor allem für jene Wettkunden interessant, die zwischen Annahmestelle und App wechseln wollen. Für reine Online-Squash-Wetten ohne Stationsbesuch gibt es spezialisiertere Anbieter.

Starsportwetten

Die Starsportwetten-App wird von der Starbet24 GmbH betrieben. Laut Google-Play-Eintrag wurde dem Anbieter am 8. März 2022 eine behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt. Welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat und welche Bescheidnummer sie trägt, nennt der Anbieter nicht.

Starsportwetten ist ein jüngerer Marktteilnehmer mit Fokus auf das Smartphone. Squash wird gelistet, wenn auch nicht ganzjährig. Livewetten sind Teil des Angebots.

Verdikt: Wer Squash auf dem Smartphone spielen will, findet hier eine schlanke App – die fehlende Transparenz zur konkreten Landesbewilligung ist allerdings ein Wermutstropfen.

Vierklee

Vierklee trägt die Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Der Anbieter betreibt sowohl eine Online-Plattform als auch Wettterminals. Rechtsgrundlage ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz.

Das Sportprogramm listet Fußball, Tennis, Eishockey und andere große Sportarten; Squash ist saisonal verfügbar, vor allem zu internationalen Turnieren. Für Neukunden wird ein Bonus bis 100 € angekündigt; konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht.

Verdikt: Vierklee ist eine solide Adresse für Wettkunden, die einen Tiroler Anbieter mit Online-Anschluss suchen. Squash ist nicht das Hauptgeschäft, aber wer auf der Plattform schon Kunde ist, kann das Angebot mitnutzen.

Merkur Bets

Seit Juni 2025 tritt die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group unter dem Namen Merkur Bets auf – vorher lief sie als Cashpoint Sportwetten. Die Gesellschaft wurde 1996 in Gerasdorf bei Wien gegründet. Welches Bundesland die Bewilligung ausgestellt hat und welche Bescheidnummer sie trägt, nennt der Anbieter nicht.

Merkur Bets betreibt zahlreiche Annahmestellen in Österreich und einen Online-Auftritt. Squash wird im Online-Programm saisonal gelistet.

Verdikt: Merkur Bets ist für alle interessant, die einen Anbieter mit österreichischer Annahmestellenstruktur suchen und den Markenwechsel von Cashpoint mitgemacht haben.

Wildsino, Dragonia, Hahaspin, Betway – Anbieter ohne österreichische Bewilligung

Diese vier Anbieter haben in Österreich keine Bewilligung. Sie werben aber international und sind für österreichische Wettkunden erreichbar.

Wildsino listet wöchentliche Sport-Aktionen: Reload-Bonus 50 % bis 500 €, Cashback 10 % bis 500 €, Accumulator Boost, Early Payout, Bore Draw. Eine Lizenzangabe findet sich im Angebot nicht etabliert.

Dragonia bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % bis 100 € (Mindesteinzahlung 20 €); für österreichische, deutsche, finnische, norwegische und Schweizer Spielerinnen und Spieler liegt der Höchstbonus bei 200 €. Die Lizenzangabe lautet Anjouan – kein österreichisches Dokument.

Hahaspin nennt die Anjouan-Offshore-Finance-Authority-Lizenz Nr. ALSI-202509029-FI1 der Win Top Ltd. Dieselbe Nummer steht im Footer.

Betway ist eine 2006 gegründete britische Marke der Super Group (NYSE: SGHC), mit Hauptsitz in Gżira (Malta). Lizenziert ist die Marke laut Anbieter durch die Malta Gaming Authority – nicht durch ein österreichisches Bundesland.

Was diese vier gemeinsam haben: Sie fallen unter keine österreichische Wettgesetzgebung. Es gibt keine österreichische Stelle, die Beschwerden prüft, keine österreichische Selbstsperre, die hier wirkt, und keine österreichische Garantie für Auszahlungen. Wer dort wettet, sollte wissen, dass im Streitfall die maltesische, anjouanische oder eine andere ausländische Behörde zuständig ist – auf Englisch, mit internationalem Aufwand.

Verdikt: Diese vier Anbieter sind für österreichische Wettkunden eine Option mit Aufpreis an Komplexität. Wer auf Squash mit großer Märkteauswahl oder hohen Limits wettet, findet sie hier – und nimmt die fehlende österreichische Anbindung in Kauf.

Wettgebühr: Was fünf Prozent konkret bedeuten

Die Wettgebühr von fünf Prozent ist kein Detail am Rand. Sie schmälert jeden Gewinn, den ein österreichischer Wettkunde auf einer gewonnenen Wette ausgezahlt bekommt – sofern der Anbieter sie weitergibt. Wer einen Einsatz von 10 € zu Quote 2,00 platziert, bekommt bei tipp3 19 € ausgezahlt statt 20 €. Über ein Jahr mit hundert gewonnenen Wetten à 20 € Gewinn summiert sich der Verlust auf 100 € – bares Geld, das ohne Gebühr auf dem Wettkonto bliebe.

Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Andere Anbieter ziehen sie auch dort ab, etwa direkt vom Einsatz. Wer auf eine Wette mit 10 € Einsatz1 € Wettgebühr zahlt und die Wette verliert, hat effektiv nur 9 € riskiert – der Gewinn fällt aber bei kleinerem Bruttoeinsatz ebenfalls kleiner aus.

Was sich aus der Gebühr nicht ableiten lässt: Dass eine Wettgebühr gezahlt wird, beweist keine österreichische Bewilligung. Auch Anbieter ohne österreichische Bewilligung können die Gebühr entrichten, weil die Pflicht am Wett sitzt kommt – also an dem, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – und nicht am Sitz des Anbieters.

Häufige Fragen

Wie läuft eine Wette auf Squash vom Einsatz bis zur Auszahlung ab?

Wer auf Squash wettet, wählt zuerst ein Match aus dem Wettprogramm des Anbieters, entscheidet sich für einen Markt (Matchsieger, Satzsieger oder Handicap), gibt den Einsatz ein und kontrolliert die angezeigte Quote. Nach Bestätigung des Wettscheins ist die Wette platziert. Stimmt das Ergebnis nach Spielende, wird der Gewinn nach den Auszahlungsregeln des Anbieters ausgezahlt – bei tipp3 nach Abzug der Wettgebühr von fünf Prozent des Gewinns.

Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gilt sie bundesweit?

Die Bewilligung für Sportwetten erteilt das jeweilige Bundesland – in Niederösterreich die NÖ Landesregierung, in Oberösterreich die OÖ Landesregierung, in Tirol die Tiroler Landesregierung. Es gibt keine bundesweite Sportwetten-Lizenz und kein nationales Register der Anbieter. Die Bewilligung gilt nur für das jeweilige Bundesland und nur, wenn der Anbieter seine Daten aus diesem Bundesland bereitstellt.

Wie wird der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 €. Bei tipp3 werden 5 Prozent Wettgebühr vom Gewinn abgezogen, also 1 €, es bleiben 19 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten – aus Quote 1,50, 2,00 und 3,00 wird eine Gesamtquote von 9,00, der Gewinn bei 10 € Einsatz liegt bei 90 € brutto.

Was bedeutet die Marge, die in jeder Quote steckt?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter vom Marktvolumen einbehält. Bei zwei Ausgängen zu je Quote 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent – die restlichen 5 Prozent sind die Marge. Bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen liegt die Marge typischerweise höher. Bei Squash mit kleinerem Wettvolumen kann die Marge nochmals darüber liegen, weil weniger Anbieter denselben Markt anbieten.

Seit wann gilt die Wettgebühr von fünf Prozent, und wer schuldet sie?

Die Wettgebühr von fünf Prozent gilt seit dem 1. April 2025 (BGBl. I Nr. 7/2025, § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG). Geschuldet wird sie von dem, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – in der Regel der Wettanbieter. Wie der Anbieter die Gebühr an die Wettkundin oder den Wettkunden weitergibt, ist seine Sache: Tipp3 zieht sie vom Gewinn ab, andere Anbieter können sie auch direkt vom Einsatz abziehen.

Gibt es in Österreich eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten?

Nein. Es gibt keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten. Wer sich selbst sperren will, muss das bei jedem Anbieter einzeln tun – eine Sperre bei tipp3 sperrt nicht bei Admiral, eine Pause bei win2day wirkt nicht bei Merkur Bets. Das Glücksspielreformgesetz 2026, Stand 14. Oktober 2026 noch im Gesetzgebungsprozess, sieht ein Sperrregister und ein Limitregister für Glücksspiel nach dem GSpG vor; Sportwetten fallen nicht darunter.

Inhalt erstellt vom Team «wettengutschein»