Gratiswetten von Wettanbietern in Österreich: Wer bietet was – und was bleibt davon übrig?

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier ohne Aufdruck liegt auf einem Holztisch neben einem Kugelschreiber im Licht einer Schreibtischlampe.

Wer nach „Gratiswette“ oder „FreeBet“ sucht, will am Ende eine konkrete Antwort: Wer vergibt sie, unter welchen Bedingungen, und was kommt nach Abzug aller Auflagen tatsächlich heraus? Wir haben die Gratiswetten-Angebote für österreichische Wettkunden nach genau dieser Frage gegliedert. Die Reihenfolge ist nicht nach Werbebotschaften, sondern nach dem, was eine Gratiswette am Ende kostet – an Einsatz, an Frist, an Bedingungen.

Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €; sie sind drei Jahre nutzbar.

Stand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungsnachweise der Anbieter, das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) und die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025.

Rechtslage in Österreich: Die Bewilligung macht den Unterschied

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinn des Bundes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das 2015 ausdrücklich festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019), und seither gilt: Wer Sportwetten anbietet, braucht keine Konzession nach dem Glücksspielgesetz, sondern eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes. Jedes der neun Länder hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Landesregierung als Behörde. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, darüber ein klarer Nachthimmel und davor dunkle Hügel.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Drei Punkte folgen daraus für jede Gratiswette, die ein Wettanbieter in Österreich vergibt:

Erstens gibt es keine bundesweite Lizenz und keine bundesweite Liste bewilligter Buchmacher. Wer wissen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, muss das Impressum oder die Wettordnung dieses Anbieters lesen. tipp3 nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, das Sportwetten-Angebot von win2day beruht auf einer Bewilligung derselben Landesregierung. Vierklee verweist auf eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0), Admiral auf eine Bewilligung der OÖ Landesregierung. Bei anderen Anbietern ist die Bewilligung nicht veröffentlicht.

Zweitens unterliegt die Wette selbst seit dem 1. April 2025 einer Wettgebühr von 5 % des Einsatzes (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, Fassung BGBl. I Nr. 7/2025). Davor lag der Satz bei 2 %. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, nicht der Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache. tipp3 etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, wenn die Wette gewinnt, und trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst. Wer 10 € auf Quote 2,00 setzt, bekommt im Gewinnfall 19 € statt 20 € ausgezahlt. Bei Cash-Out sowie bei „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten fällt der Abzug nicht an.

Drittens gibt es für Boni und Gratiswetten keine gesetzliche Regelung. Kein Wettgesetz schreibt vor, wie hoch eine Freiwette sein muss, welche Mindestquote gilt oder welche Frist einzuhalten ist. Jede Gratiswette ist allein das, was der Anbieter in seinen Bedingungen festlegt. Wer eine Freiwette annimmt, ohne diese Bedingungen zu lesen, hat den schlechtesten möglichen Deal akzeptiert.

Für Online-Wetten gilt zusätzlich: Die Bewilligung knüpft nach der Rechtsprechung an den Ort an, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037 zum Oö. Wettgesetz). Ein Anbieter mit Server im Ausland, der österreichische Kunden bedient, fällt daher möglicherweise nicht in den Geltungsbereich des NÖ Wettgesetzes. Ob das Spielen bei einem solchen Anbieter erlaubt ist, hängt vom jeweiligen Land ab und ist nicht pauschal zu beantworten. Strafen für Anbieter ohne Bewilligung: bis zu 22.000 € in Wien, bis zu 20.000 € in Oberösterreich. Strafen für Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, sieht kein Wettgesetz vor.

Spielerschutz: Was Gratiswetten mit dem eigenen Limit machen

Ein Bonus verändert das Verhalten. Wer eine Gratiswette im Konto hat, setzt sie ein – das ist die Idee dahinter. Wer ein Einzahlungslimit hat, sollte deshalb wissen, dass eine Gratiswette dieses Limit nicht berührt: Sie kostet keinen Einsatz aus eigener Tasche, sie wird vom Anbieter gutgeschrieben. Was sie aber tut, ist Wetten auslösen, die ohne den Bonus nicht zustande kämen.

Das ist der Punkt, an dem Spielerschutz und Bonusangebote sich treffen. Wer ohnehin nur das setzen will, was er sich leisten kann, sollte eine Gratiswette nicht als Aufforderung verstehen, mehr zu riskieren. Wer umgekehrt mit dem Gedanken spielt, eine Einzahlung zu machen, um an eine größere Gratiswette zu kommen, sollte die Einzahlung gegen den zu erwartenden Nutzen rechnen – und nicht umgekehrt die Einzahlung an die Gratiswette anpassen.

In Österreich existiert kein bundesweiter Sperrregister und kein bundesweites Limitregister für Sportwetten. Die Selbstsperre ist Sache des Anbieters, die Dauer und Aufhebung regelt jede Plattform selbst. tipp3 etwa bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen); beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. win2day arbeitet mit wöchentlichen oder monatlichen Einzahlungslimits – bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit.

Die geplante Glücksspielreform 2026 sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor – allerdings nur für Glücksspiele im Sinn des GSpG, also für Lotterien, Casinospiele und Online-Casino. Sportwetten sind in beiden Registern nicht erfasst. Wer sich also bei einem Sportwetten-Anbieter selbst aussperrt, sperrt sich nicht zugleich vom Casino aus, und umgekehrt.

Hilfe für Spieler, die ihr Wettverhalten nicht mehr im Griff haben: Playsponsible.at, die österreichische Anlaufstelle für Spielerschutz, bietet Beratung, Selbsttests und Links zu Therapieeinrichtungen.

Neukundenangebote und Gratiswetten: Was die Anbieter tatsächlich versprechen

Eine Gratiswette ist eine Wette, die der Anbieter dem Kunden schenkt. Der Einsatz kommt vom Anbieter, der Gewinn geht an den Kunden – mit einer wichtigen Einschränkung, die in den allermeisten Fällen gilt: Der Einsatz wird nicht zurückgezahlt. Wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 gewinnt, bekommt 30 € ausgezahlt, nicht 40 € (30 € Gewinn zuzüglich 10 € Einsatz). Das ist der entscheidende Unterschied zur normalen Wette und der Grund, warum eine FreeBet weniger wert ist, als die Quote vermuten lässt.

Die Angebote, die österreichische Wettanbieter bewerben, fallen in drei Kategorien:

Erstens Gratiswetten ohne Einzahlung. Der Anbieter schenkt dem neuen Kunden eine FreeBet, sobald das Konto verifiziert ist, ohne dass Geld eingezahlt werden muss. Diese Angebote existieren, sind in Österreich aber selten und fast immer an strenge Bedingungen geknüpft: kurze Frist, enge Märkte, niedrige Quotenobergrenze. Wer eine Gratiswette ohne Einzahlung sucht, sollte die Bedingungen besonders genau lesen.

Zweitens Gratiswetten im Neukundenpaket. Die FreeBet ist Teil eines Willkommensbonus, der an eine erste Einzahlung geknüpft ist. win2day etwa vergibt nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 € fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €), die jeweils in voller Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden müssen, nicht teilbar sind, nur für Einzelwetten gelten und nicht auszahlbar sind. Sie sind drei Jahre nutzbar – eine der großzügigeren Fristen im Markt. Bei den meisten anderen Anbietern liegt die Frist zwischen 7 und 30 Tagen.

Drittens Gratiswetten für Bestandskunden. Reload-Boni, wöchentliche Aktionen, Cashback auf verlorene Wetten, „Boosts“ auf ausgewählte Kombiwetten. Diese Angebote sind breit gestreut, ihre Bedingungen sind noch kleinteiliger als die der Neukundenangebote.

Allen gemeinsam sind die Auflagen, auf die am Ende der entscheidende Teil der Gratiswette draufgeht:

Diese Auflagen sind der Grund, warum der Werbewert einer FreeBet wenig darüber sagt, was tatsächlich herauskommt. Eine 50-€-FreeBet mit 7-Tage-Frist, Mindestquote 2,00 und 5-fachem Umsatz ist am Ende weniger wert als eine 20-€-FreeBet mit 90-Tage-Frist, Mindestquote 1,50 und keinem Umsatz.

Wettanbieter mit Gratiswette in Österreich: Der Vergleich

Die folgende Tabelle sortiert die Anbieter nach der Verfügbarkeit einer österreichischen Bewilligung. Innerhalb der beiden Gruppen folgt die Reihenfolge dem Werbeversprechen, geprüft an den Bedingungen, die im Impressum oder in der Wettordnung stehen. Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist die Frage, ob die Bewilligung dem entspricht, was die Behörde tatsächlich ausgestellt hat – das muss jeder selbst nachlesen.

Anbieter Bewilligung Betreiber / ausgewiesene Lizenz
tipp3 Bewilligung NÖ Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien); Bewilligung NÖ Landesregierung
win2day Bewilligung NÖ Österreichische Lotterien GmbH; Bewilligung NÖ Landesregierung (nur Sportwetten)
Vierklee Bewilligung Tirol Vierklee Wettbüro GmbH; Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0)
Starsportwetten Bewilligung, Land nicht veröffentlicht Star Sportwetten GmbH; Bewilligung laut App-Beschreibung (Bescheid 8.3.2022, Land nicht genannt)
Admiral Bewilligung OÖ ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen); Bewilligung OÖ Landesregierung
Merkur Bets Bewilligung, Land nicht veröffentlicht Betreiber nicht ausgewiesen; Marke der Merkur Group, ehem. Cashpoint
Bets.io ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz (ALSI-202410047-FI2); keine österreichische Bewilligung
Tipwin ohne österreichische Bewilligung MGA-Lizenz (Malta); keine österreichische Bewilligung
Wonderluck ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz; keine österreichische Bewilligung
N1 Bet ohne österreichische Bewilligung Curaçao-Lizenz; keine österreichische Bewilligung

Die Tabelle trennt die beiden Gruppen bewusst nicht in „seriös“ und „unseriös“. Eine ausländische Lizenz ist kein Qualitätsurteil, sie ist eine andere Rechtsordnung. Die Frage ist nur, ob der Anbieter im Streitfall vor einer österreichischen Behörde verfügbar ist und ob die österreichischen Spielerschutzregeln greifen. Bei Anbietern ohne Bewilligung ist beides nicht der Fall: kein österreichischer Ansprechpartner bei Problemen mit dem Produkt, keine Selbstsperre, die österreichweit gilt, keine Einzahlungslimits, die das Land vorschreibt.

Wer auf eine inländische Bewilligung Wert legt, bekommt bei den ersten sechs Anbietern zumindest eine Adresse. Wer auf die höchsten Quoten, die meisten Märkte oder den größten Bonus Wert legt, findet das eher bei den Anbietern ohne österreichische Bewilligung – und nimmt damit den Verlust des österreichischen Schutzes in Kauf.

Die Anbieter im Einzelnen

tipp3: Bewilligt, aber ohne Gratiswette im klassischen Sinn

tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft mit Sitz in Wien, mit einer Bewilligung der NÖ Landesregierung von Dezember 2020. Die Plattform versteht sich als Vollanbieter mit Wettterminals, Annahmestellen und Online-Angebot. Wer in einer Trafik schon einmal einen Wettschein abgegeben hat, kennt das Produkt.

Eine Gratiswette im Sinn einer FreeBet, die nach Anmeldung oder erster Einzahlung verschenkt wird, ist im tipp3-Angebot nicht das Kernprodukt. Die Plattform arbeitet eher mit Quotenboosts und Aktionen zu bestimmten Spielen als mit klassischen FreeBets. Wer eine FreeBet sucht, ist hier falsch; wer eine österreichische Bewilligung mit allen damit verbundenen Schutzmechanismen sucht, ist richtig. Dazu gehören die Spielpause (1, 3 oder 6 Monate) und die Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre), beides nach Start nicht aufhebbar. Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – eine Bedingung, die vor allem gegen Geldwäsche und nicht gegen den Spieler gerichtet ist.

Die Wettgebühr von 5 % seit April 2025 trägt tipp3 bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn ab. Wer auf Quote 2,00 mit 10 € Einsatz wettet und gewinnt, bekommt 19 € statt 20 €; wer verliert, hat 10 € verloren, nicht 10,50 €.

Urteil: tipp3 ist die Anlaufstelle für Wettkunden, denen die österreichische Bewilligung mehr bedeutet als die Höhe des Bonus. Für eine Gratiswette im engeren Sinn ist die Plattform nicht die erste Adresse.

win2day: Die einzige FreeBet, die drei Jahre hält

win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien. Lotterien und Casino-Spiele der Marke laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession; die Sportwetten beruhen auf einer Bewilligung der NÖ Landesregierung – also auf demselben Rechtsrahmen wie tipp3, nur unter einem anderen Betreiber. Beide Regime nebeneinander auf einer Plattform ist ungewöhnlich, aber rechtlich sauber, weil die Sportwetten vom Glücksspielrecht ausgenommen sind.

Das FreeBet-Angebot von win2day ist konkret: fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre nutzbar, was im Markt ungewöhnlich lang ist. Sie müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden, sind also nicht teilbar, und sie gelten nur für Einzelwetten, nicht für Systemwetten. Cash-Out ist für FreeBets deaktiviert. Der mögliche Gewinn berechnet sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes – das ist die Standardrechnung, die in der FAQ noch einmal ausführlich erklärt wird.

Drei Jahre sind genug Zeit, um nicht in Hektik zu verfallen und die FreeBets auf Wetten zu setzen, die man sowieso platziert hätte. Wer ohnehin regelmäßig auf Fußball oder Tennis wettet, kann die FreeBets als zusätzliche Einsätze nutzen, ohne das eigene Risiko zu erhöhen. Das macht win2day für FreeBet-Suchende zur ersten Adresse im österreichisch bewilligten Markt.

Die Einzahlungslimits sind eng: 250 € pro Woche bis 26 Jahre, 1.680 € pro Monat ab 26 Jahre. Für Gelegenheitsspieler reicht das, für Vielwetter ist es eine Einschränkung, die gegen die Plattform spricht.

Urteil: win2day liefert die konkreteste FreeBet des österreichisch bewilligten Marktes und mit drei Jahren die längste Frist. Wer den Bonus in eigene Wetten einbauen kann, holt hier am meisten heraus.

Vierklee: Bewilligung, aber wenig Details zur FreeBet

Vierklee betreibt Sportwetten unter einer Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) und wirbt mit einem Neukundenbonus von bis zu 100 €. Die Bewilligung ist sauber, der Betreiber ist genannt – was die Plattform von vielen Mitbewerbern unterscheidet. Die andere Seite: Die Info-Seite schweigt sich zu den konkreten Bonusbedingungen aus, also zu Mindesteinzahlung, Mindestquote, Umsatzfaktor und Frist.

Wer bei Vierklee einzahlt, sollte vor der Einzahlung in den Promotionsbedingungen nachlesen, was genau gilt. Ohne diese Bedingungen lässt sich nicht beurteilen, was der Bonus tatsächlich wert ist. Eine 100-€-FreeBet mit 7-Tage-Frist und 10-fachem Umsatz ist deutlich weniger wert als eine 50-€-FreeBet mit 90-Tage-Frist und 3-fachem Umsatz.

Urteil: Bewilligung da, Bedingungen unklar. Wer Vierklee nutzt, sollte die Promotionsbedingungen lesen, bevor er einzahlt. Wer auf eine klar dokumentierte FreeBet Wert legt, ist mit win2day besser bedient.

Starsportwetten: Bewilligung im Dunkeln

Die Starsportwetten-App nennt in ihrer Google-Play-Beschreibung einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat und wie die Bescheidnummer lautet, sagt die App-Beschreibung nicht.

Eine Bewilligung ohne Land und ohne Aktenzahl ist für den Wettkunden schwer zu prüfen. Wer sichergehen will, ob die Bewilligung existiert, muss entweder die zuständige Landesregierung direkt anschreiben oder auf eine offizielle Quelle warten. Solange das nicht geklärt ist, ist die Bewilligung als „ausgewiesen, aber nicht verifizierbar“ zu lesen.

Urteil: Eine Bewilligung ist da, aber sie lässt sich nicht überprüfen. Wer auf eine prüfbare Bewilligung Wert legt, ist mit tipp3, win2day, Vierklee oder Admiral besser bedient.

Admiral: Bewilligt, etabliert, aber kein FreeBet-Vorreiter

Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe und blickt auf eine längere Geschichte zurück als die meisten Mitbewerber: Walter Grubmüller hat das Unternehmen gegründet, von 2001 bis 2006 war es an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung kommt aus Oberösterreich, das wie Niederösterreich und Wien ein eigenes Wettgesetz hat.

Admiral ist über Wettterminals und Annahmestellen stark präsent und tritt online als Vollanbieter auf. Die Plattform arbeitet klassisch mit Quotenboosts und Aktionen zu bestimmten Events; eine FreeBet im Stil der win2day-Aktion ist im Standardangebot nicht das Kernprodukt.

Urteil: Wer eine österreichische Bewilligung mit langer Marktpräsenz sucht, ist bei Admiral richtig. Wer eine konkrete FreeBet mit klaren Bedingungen sucht, ist mit win2day besser bedient.

Merkur Bets: Marke ohne veröffentlichten Betreiber

Merkur Bets ist seit Juni 2025 der neue Name der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien. Die Marke besteht also seit fast dreißig Jahren, nur unter wechselnden Namen. Eine österreichische Bewilligung ist ausgewiesen, das Land und die Bescheidnummer sind nicht veröffentlicht. Auch der Betreiber – also die GmbH, die die Bewilligung hält – ist auf der Seite nicht klar benannt.

Wer mit einer Marke wettet, deren Betreiber nicht eindeutig erkennbar ist, sollte im Impressum nachschauen, bevor er einzahlt. Das ist bei jedem Anbieter sinnvoll, bei Merkur Bets wegen der nicht veröffentlichten Bewilligungsdaten aber besonders.

Urteil: Etablierte Marke mit langer Geschichte, aber lückenhafte Bewilligungsangaben. Wer auf vollständige Transparenz Wert legt, prüft das Impressum vor der Einzahlung.

Bets.io: Krypto, Casino-Bonus, keine Sportwetten-Fokusaktion

Bets.io wirbt auf der deutschsprachigen Startseite mit einem Casino-Willkommenspaket von 225 % bis 1 BTC plus 225 Freispielen – das ist ein Casino-Bonus, kein Sportwetten-Bonus. Die Sportwetten sind auf der Plattform verfügbar, aber die beworbene Hauptaktion ist nicht auf Sportwetten zugeschnitten. Eine österreichische Bewilligung gibt es nicht, die Plattform läuft unter einer Anjouan-Lizenz.

Wer eine Gratiswette für Sportwetten sucht, ist hier falsch: Es gibt keine dokumentierte Sport-FreeBet, sondern nur den Casino-Bonus, der an Umsatzbedingungen im Casino geknüpft ist. Wer mit Kryptowährungen einzahlen will und das Casino-Angebot nutzt, findet eine Plattform, die das Casino- und Sportwetten-Wallet zusammenführt.

Urteil: Bets.io ist eine Krypto-Casino-Plattform mit Sportwetten-Anschluss, aber ohne österreichische Bewilligung und ohne Sportwetten-FreeBet. Für die Suche nach einer Gratiswette auf Sport ist die Plattform nicht erste Wahl.

Tipwin: Malta-Lizenz, keine konkreten Bonusangaben

Tipwin tritt mit einer MGA-Lizenz (Malta) auf und wirbt mit sicheren Ein- und Auszahlungen sowie einem eigenen Kundenservice-Team. Die App-Beschreibung nennt aber weder konkrete Zahlungsarten noch Mindestbeträge oder Bonusbedingungen. Eine österreichische Bewilligung gibt es nicht.

Wer bei einem Malta-lizenzierten Anbieter wettet, hat keine österreichische Anlaufstelle bei Problemen. Die maltesische Aufsicht ist seriös, aber sie greift nicht in österreichisches Recht ein. Für die Frage „Gratiswette ja oder nein“ liefert die Plattform keine verwertbaren Angaben.

Urteil: Plattform mit europäischer Lizenz, aber ohne österreichische Bewilligung und ohne dokumentierte FreeBet. Wer nicht ohnehin bei Tipwin spielt, findet anderswo mehr.

Wonderluck: Viele Aktionen, wenig Substanz

Wonderlack wirbt im Sportbereich mit einem Erstzahlungsbonus von 100 % bis 150 €, einem wöchentlichen Reload-Bonus von 50 % bis 500 €, Cashback von 10 % bis 500 %, Accumulator Boost und Early Payout. Das klingt nach viel, und die Plattform hält, was die Liste verspricht: viele Aktionen. Die andere Seite: Keine der Aktionen ist auf der Übersichtsseite mit konkreten Bedingungen verlinkt. Wer wissen will, welche Mindestquote gilt, welche Frist einzuhalten ist und wie oft umgesetzt werden muss, muss sich durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen graben. Eine Anjouan-Lizenz liegt vor, eine österreichische Bewilligung nicht.

Urteil: Viele Aktionen, aber ohne klare Bedingungen kein verlässlicher Vergleich. Wer eine FreeBet sucht, will nicht raten müssen, was am Ende herauskommt.

N1 Bet: Viele Märkte, FreeBet-Formate, keine österreichische Bewilligung

N1 Bet wurde 2021 als Sportwettenprojekt der N1 Group vorgestellt, mit mehr als 10.000 Live-Ereignissen in über 70 Sportarten, mehr als 1.200 Wettmärkten, drei Arten von FreeBets und fünf Quotenformaten. Die Plattform läuft auf dem SoftSwiss-Sportsbook-Modul und richtet sich an einen internationalen Markt, nicht an österreichische Wettkunden im Speziellen. Eine österreichische Bewilligung gibt es nicht; die Lizenz ist aus Curaçao.

Wer eine breite Marktpalette sucht und mit einer Curaçao-Lizenz leben kann, findet hier ein vollständiges Angebot. Wer eine österreichische Bewilligung sucht, ist hier falsch.

Urteil: N1 Bet ist eine Plattform für erfahrene Wettkunden, die viele Märkte und FreeBet-Formate schätzt. Für österreichische Wettkunden, denen die Bewilligung wichtig ist, ist die Plattform keine Alternative.

Grundlagen: Wie eine FreeBet funktioniert

Eine FreeBet funktioniert auf den ersten Blick wie eine normale Wette. Der Unterschied liegt im Gewinn: Bei einer normalen Wette bekommt der Kunde den Einsatz zurück plus den Gewinn; bei einer FreeBet bekommt der Kunde nur den Gewinn, der Einsatz wird nicht zurückgezahlt. Wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 30 € ausgezahlt, nicht 40 €.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz im Abendlicht, am Rand stehen ein paar Hütchen, niemand ist zu sehen.
Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert.

Das ist auch der Grund, warum die FreeBet nicht das ist, was die Quote verspricht. Eine 10-€-Wette auf Quote 3,00 als normaler Einsatz wäre 30 € Gewinn plus 10 € Einsatz = 40 € Auszahlung. Die gleiche Wette als FreeBet zahlt 30 € aus. Der Verlust sind die 10 € Einsatz, die im FreeBet-Fall nicht zurückkommen.

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: Die FreeBet wird in voller Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt. Wer eine 10-€-FreeBet bekommt, kann nicht 5 € davon setzen und 5 € „behalten“; die FreeBet muss in einer Wette über den vollen Betrag gesetzt werden. Bei win2day ist das ausdrücklich so geregelt: Der FreeBet-Einsatz muss genau 10 € betragen, nicht weniger. Eine 50-€-FreeBet muss mit 50 € gesetzt werden, nicht mit 30 € oder 20 €.

Drittens: Die FreeBet gilt häufig nur für bestimmte Wetttypen. win2day erlaubt die FreeBet nur für Einzelwetten, nicht für Systemwetten. Andere Anbieter schließen Kombiwetten aus. Wer die FreeBet also für eine Kombiwette nutzen will, muss vorher prüfen, ob das erlaubt ist.

Viertens: Cash-Out ist bei vielen Anbietern für FreeBets deaktiviert. win2day schaltet Cash-Out für Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ab. Wer die Wette vorzeitig auflösen will, kann das mit einer FreeBet nicht tun. Die Wette läuft bis zum Ende durch, oder sie wird storniert (was je nach Anbieter unterschiedlich gehandhabt wird).

Was eine FreeBet in Euro wert ist: Die Rechnung

Eine FreeBet ist weniger wert, als die Quote vermuten lässt. Wer das berechnen will, braucht drei Werte: den FreeBet-Betrag, die Quote, auf die er setzt, und den Quotenschlüssel des Marktes. Der Quotenschlüssel – die payout share – gibt an, wie viel von jedem eingesetzten Euro im Durchschnitt an die Wettkunden zurückfließt. Bei einem Markt mit zwei gleichwahrscheinlichen Ausgängen (etwa ein Tennis-Match ohne klaren Favoriten) und Quoten von 1,90 zu 1,90 liegt der Quotenschlüssel bei etwa 95 %, der Anteil des Buchmachers (die Marge) bei etwa 5 %.

Für die Rechnung selbst, illustriert an einem einfachen Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 zu 1,90: Wer eine 10-€-FreeBet auf eine der beiden Seiten setzt, gewinnt mit 50 % Wahrscheinlichkeit (bei ausgeglichenen Quoten) und bekommt im Gewinnfall 19 € ausgezahlt (10 € × 1,90). Im Verlustfall ist die FreeBet weg. Der Erwartungswert der FreeBet ist damit 0,5 × 19 € = 9,50 €. Bei einer normalen 10-€-Wette wäre der Erwartungswert 0,5 × (10 € Einsatz + 9 € Gewinn) = 9,50 € – derselbe Wert, weil der Markt dieselbe Marge hat.

Der Unterschied liegt nicht im Erwartungswert, sondern in der Varianz. Die FreeBet hat kein Verlust-Risiko aus eigener Tasche, dafür aber auch keinen Einsatz zurück im Gewinnfall. Wer eine FreeBet akzeptiert, sollte sich bewusst sein, dass er einen risikofreien Schein bekommt, dessen maximaler Gewinn unter dem einer normalen Wette liegt. Bei einer Quote von 1,90 bringt eine 10-€-FreeBet also im Schnitt 9,50 €; der beworbene „Wert“ der FreeBet (10 €) ist also nominell, nicht real.

Anders wird die Rechnung, wenn die Quote deutlich über 2,00 liegt. Eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 zahlt 30 € im Gewinnfall; bei einer angenommenen Trefferwahrscheinlichkeit von 33 % (entspricht etwa der fairen Quote) liegt der Erwartungswert bei 10 €. Damit ist die FreeBet in diesem Fall nominell gleich viel wert wie der FreeBet-Betrag, weil der Markt die Marge eingepreist hat.

Die Bandbreite ist also klar: Eine FreeBet auf eine niedrige Quote (1,50 bis 2,00) ist real weniger wert als der Nennbetrag; eine FreeBet auf eine hohe Quote (3,00 und mehr) ist real ungefähr so viel wert wie der Nennbetrag oder etwas mehr. Die Auszahlung erfolgt nach Abzug des Einsatzes; das ist der entscheidende Unterschied zur normalen Wette.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Gratiswette und wird der Einsatz bei einem Gewinn mit ausgezahlt?

Eine Gratiswette (auch FreeBet) ist eine Wette, deren Einsatz der Anbieter schenkt. Im Gewinnfall bekommt der Kunde den Gewinn ausgezahlt, der Einsatz wird nicht zurückgezahlt. Wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 gewinnt, erhält 30 €, nicht 40 €. Der Nennbetrag der FreeBet entspricht also nicht dem realen Wert, der hängt von der gewählten Quote und der Marge des Marktes ab.

Gibt es eine Gratiswette ohne Einzahlung, oder knüpfen Anbieter sie an eine Mindesteinzahlung?

Beides existiert. win2day etwa knüpft die fünf FreeBets zu je 10 € an eine erste Einzahlung von mindestens 1 €; die Schwelle ist also niedrig, aber vorhanden. Anbieter ohne Einzahlungsschwelle sind im österreichischen Markt selten und fast immer an strenge Bedingungen geknüpft: kurze Frist, enge Märkte, niedrige maximale Quote. Wer eine FreeBet ohne Einzahlung sucht, sollte die Bedingungen besonders genau prüfen.

Welche Bedingungen gehören typischerweise zu einer Freiwette?

Üblich sind Mindesteinzahlung (1 € bis 20 €), Mindestquote (1,50 bis 2,00), Frist (7 bis 30 Tage, in Ausnahmen bis zu drei Jahre wie bei win2day), Beschränkung auf Einzelwetten, Ausschluss von Cash-Out, Deckelung des Gewinns und manchmal ein erforderlicher Mindestumsatz. Je mehr Auflagen, desto weniger ist die FreeBet real wert. Der Nennbetrag ist das eine; was am Ende herauskommt, hängt an den Bedingungen.

Wie wird der mögliche Gewinn einer FreeBet aus Quote und Einsatz berechnet?

Der Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz, abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Bei einer 10-€-FreeBet auf Quote 2,50 sind das 25 € minus 10 € = 15 € Auszahlung im Gewinnfall. Im Verlustfall ist die FreeBet weg. Der Buchmacher behält unabhängig vom Ausgang seine Marge, die im Markt eingepreist ist; sie schmälert nicht die Auszahlung im Gewinnfall, sondern die Gewinnwahrscheinlichkeit.

Kann eine FreeBet für Systemwetten oder mit Cash-Out genutzt werden?

Bei win2day ist die FreeBet ausdrücklich auf Einzelwetten beschränkt; Systemwetten sind ausgeschlossen, Cash-Out ist für FreeBets deaktiviert. Andere Anbieter handhaben das ähnlich, einige erlauben Kombiwetten, wenige Cash-Out. Wer eine FreeBet für eine Systemwette nutzen will, muss die Bedingungen des jeweiligen Anbieters prüfen. Ohne diese Prüfung riskiert der Kunde, die FreeBet zu verlieren, ohne sie nutzen zu können.

Ist ein Wettbonus in Österreich gesetzlich geregelt?

Nein. Kein Wettgesetz regelt Bonusbedingungen, Mindestquoten oder Fristen. Jede Gratiswette ist allein das, was der Anbieter in seinen Bedingungen festlegt. Das gilt sowohl für bewilligte Anbieter nach dem jeweiligen Landeswettgesetz als auch für Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Wer eine FreeBet annimmt, ohne die Bedingungen zu lesen, akzeptiert die Auslegung des Anbieters.

Inhalt erstellt vom Team «wettengutschein»